Enttäuschung bei Ellyes Skhiri und dem 1. FC Köln nach dem Conference League-Aus. (Foto: Bucco)

Enttäuschung bei Ellyes Skhiri und dem 1. FC Köln nach dem Conference League-Aus. (Foto: Bucco)

Trotz großer Enttäuschung: “Die Mannschaft hat Großartiges geschafft”

Der 1. FC Köln ist aus der Conference League ausgeschieden. Das 2:2 (0:2) gegen OGC Nizza hat am Ende nicht gereicht, um die K.o.-Phase zu erreichen. Am Ende hat den Geißböcken ein Tor zum Gruppensieg gefehlt. Entsprechend groß war hinterher die Enttäuschung. Die Stimmen zum Spiel.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Florian Kainz

“Die Enttäuschung ist so kurz nach dem Spiel natürlich groß. Wir haben heute zu viele individuelle Fehler gemacht, dann bekommt man irgendwann Gegentore. Wir hatten dann eine tolle Aufholjagd und hätten fast noch das dritte Tor gemacht. An einem Spiel liegt es nicht, wenn man sechs Spiele hat. Wir hätten gerne noch weitere Spiele mit unseren Fans gehabt. Das müssen wir jetzt erst einmal verdauen. Der Stolz auf den ganzen Weg, den wir gegangen sind, wird wahrscheinlich noch kommen. Die Stimmung war super und die Choreo war sensationell. Es tut mir leid, dass wir den Fans nicht noch mehr Spiele geben konnten. Wir nehmen trotzdem viel Erfahrung mit. Gerade für die jungen Spieler war es ein Erlebnis. Wir nehmen außerdem mit, dass wir auf europäischer Ebene bestehen können. Jetzt geben wir in der Bundesliga wieder Vollgas.”

Ellyes Skhiri

“Wir sind sehr enttäuscht, wir wollten die Qualifikation. Es war sehr schwer nach der ersten Halbzeit, aber wir haben gut gekämpft und eine starke Mentalität gezeigt. Trotzdem hat es leider nicht gereicht. Wir müssen daraus jetzt lernen und nach vorne gucken. Wir geben jetzt unser Bestes in der Bundesliga. Für alle war es eine gute Erfahrung. Wir haben nicht heute die K.o.-Runde verloren, sondern gegen Partizan. Danach wurde es schwierig für uns, aber wir haben Charakter gezeigt und die Fans standen immer hinter uns. Natürlich ist es anders mit der Maske, aber ich denke, es war okay. Ich konnte normal damit spielen.”

Thomas Kessler

“So kurz nach dem Spiel sind wir natürlich enttäuscht, wir hatten uns für das Spiel mehr ausgerechnet. In Summe haben wir aber in der ersten Halbzeit zu viele Fehler gemacht. Es ist ärgerlich, dass der Ball vor dem 0:1 an die Hand gesprungen ist und das Tor gezählt hat. In der zweiten Halbzeit haben wir ein fantastisches Spiel gemacht. Die Jungs haben sich selbst gesagt, dass sie absolut nichts mehr zu verlieren haben. Es ist Wahnsinn, mit was für einer Courage und Leidenschaft sie das Stadion nochmal angezündet haben und zurück gekommen sind. So groß die Enttäuschung ist: Ich glaube, dass wir etwas großartiges geschafft haben. Ich habe lange nicht erlebt, dass eine Mannschaft ein Ziel nicht erreicht hat und so vor der Kurve gestanden hat. Das ist es, was wir geschaffen haben. Auch, wenn es am Ende nicht gereicht hat. Ich hoffe, dass der Stolz am Ende überwiegt. Wir sind nicht heute ausgeschieden, sondern in den beiden Spielen gegen Belgrad.”

Christian Keller

“Wir können auf die Art und Weise, wie die Mannschaft gespielt hat, stolz sein. Sie haben ihr Herz auf dem Platz gelassen. Wenn du in einem Spiel, in dem du weißt, dass es du es gewinnen musst, nicht ganz unverschuldet 0:2 zurückliegst und dann innerhalb kürzester Zeit so zurückkommst, muss man den Charakter der Mannschaft hervorheben. Jetzt gerade tut es natürlich weh, die Spieler sitzen alle total geknickt in der Kabine. Aber sie haben schon gehört, dass sie mit erhobenen Kopf und breiter Brust rauslaufen müssen. Das willst du als Spieler in dem Moment nicht hören, das kommt vielleicht dann morgen. Ich bin sehr zufrieden, auch wenn wir gesehen haben, dass wir noch Entwicklungsfelder haben. Wenn die Enttäuschung einmal weg ist, haben die meisten denke ich Lunte gerochen, dass es nicht wieder fünf Jahre dauert, bis es das nächste Mal passiert.”

Lucien Favre

“Wir haben alle gelitten heute. Die zweite Halbzeit war sehr hart, wir haben nach den zwei schnellen Toren des FC gezittert. Die Fans haben Köln gepusht. Am Ende sind wir sehr froh, dass wir das überstanden haben und als Gruppensieger weitergekommen sind.”

Steffen Baumgart

“Ich möchte allen danken, die uns auf diesem Weg unterstützt haben. Wie die Fans mitgegangen sind, war einfach schön. Das Spiel war ein bisschen so, wie ich oft über meine Mannschaft rede. Wir machen Fehler, aber wir geben nicht auf und holen alles raus. In der einen oder anderen Situation haben wir es nicht gut gemacht. Wir sind richtig gut zurückgekommen, aber uns hat manchmal die Frische gefehlt, wo uns ein Schritt fehlt. Und in ein, zwei Situationen bin ich dann doch für den Videoschiedsrichter: beim Handspiel vor dem 0:1 und beim Abseitstor, das vielleicht ein Eigentor war. Ich bin aber nicht enttäuscht. Ich bin begeistert von der Mentalität meiner Mannschaft. Wir sind mit allem sehr gut umgegangen, haben alles gemeistert. Das macht mich überglücklich hier arbeiten zu dürfen.”

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