Steffen Baumgart, Christian Keller und Thomas Kessler nach dem 2:2 gegen Nizza. (Foto: Bucco)

Steffen Baumgart, Christian Keller und Thomas Kessler nach dem 2:2 gegen Nizza. (Foto: Bucco)

“Wir haben Lunte gerochen”: Der FC will wieder nach Europa

Der 1. FC Köln kann und muss sich nun ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Das Aus in der Conference League ärgert Spieler, Trainer und Vereinsbosse gleichermaßen, lässt sich aber nicht mehr abwenden. Was sich ändern lässt, ist die Herangehensweise beim nächsten Europapokal-Auftritt. Dass der kommen soll, darin sind sich alle einig.

Einig sind sich beim 1. FC Köln alle, dass die Geißböcke nicht am Donnerstag gegen OGC Nizza aus der Conference League ausgeschieden sind. Wer zweimal gegen Slovacko gewinnt und zweimal gegen Nizza Unentschieden spielt, hat bis dahin alles richtig gemacht. Gescheitert ist der FC an Partizan Belgrad.

Steffen Baumgart wird es nicht gerne hören, aber rückblickend hat sich das Thema Rotation wiederholt: 2021/22 gab es die Diskussionen nach dem DFB-Pokal-Aus gegen den HSV, 2022/23 gab es die Diskussionen nach dem 0:1 im Hinspiel gegen Partizan. Am Ende fehlte ein Tor – ob gegen Partizan in diesem Spiel oder gegen Nizza. Es sollte nicht sein.

Spieler und Trainerteam mit steiler Lernkurve

Baumgart hat selbst häufig genug betont, dass die bisherige Zeit beim FC ein Lernprozess für alle war – für die Spieler, aber auch für den Trainer. Und fraglos hat der FC-Trainer mit seiner Mannschaft bereits einen bemerkenswerten Weg zurückgelegt. Dass eine Kölner Rumpftruppe die Nizzaer am Rande der Niederlage hatte, war beeindruckend. Dass Baumgart zuletzt auch personell voll auf die Karte Europa setzte, hätte sich fast ausgezahlt. Und so verließ der FC die europäische Bühne zwar mit hängenden Köpfen, aber hoch erhobenen Hauptes.

Sicher ist: Mannschaft und Trainerteam haben eine steile Lernkurve gezeigt. Trotz der enormen Belastung gab es bis auf Uth keine Verletzung aus Gründen der Überlastung, sondern nur Ausfälle durch Kontaktverletzungen, die im Fußball dazu gehören. Der FC konnte fast immer in der Liga und in Europa über 90 Minuten Vollgas gehen, das zeigte das Spiel gegen Hoffenheim und bewies auch die Partie gegen Nizza. Die Trainingssteuerung funktionierte, die körperliche und mentale Gewöhnung der Spieler gelang. Das sah auch Christian Keller so: „Ich bin zufrieden, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Wir haben viel gelernt, weil fast niemand einen solchen Wettbewerb kannte“, sagte der Sportchef. „Wir haben Lunte gerochen, dass es nicht noch mal fünf Jahre dauert, bis es wieder passiert.“

Geld liegen gelassen – aber Einnahmen helfen

Dafür soll auch das gewonnene Geld sorgen. Rund 1,3 Millionen Euro an Punktprämien plus drei Millionen Euro Antrittsprämie sowie rund acht Millionen Euro Umsatz durch die vier Heimspiele (inkl. Fehérvár) bescherten dem FC immerhin über zwölf Millionen Euro Mehreinnahmen durch Europa.

Zur Wahrheit gehört zwar auch, dass der FC das richtig dicke Geld durch das verpasste Achtelfinale liegen ließ (1,25 Mio. Euro Prämien plus weitere Heimspiele). Trotzdem hat der FC nun finanziell wieder mehr Spielraum, um schon im Winter auf dem Transfermarkt nachlegen zu können. Wenn dann auch noch die Verletzten wieder fit und bereit sind, kann der FC ab Januar bei noch 19 ausstehenden Bundesliga-Spielen alle Energie darauf verwenden, die Saisonziele in der Liga zu erreichen.

Ich werde alles daran setzen, Europa noch mal zu erreichen

steffen Baumgart

Und diese sind eindeutig: der Klassenerhalt, ja, aber so früh wie möglich. Denn: „Ich werde alles daran setzen, Europa noch mal zu erreichen“, sagte Baumgart. Der FC-Trainer stellte zwar klar: „Der internationale Wettbewerb wird auf keinen Fall das Ziel sein. Das Ziel bleibt der Erhalt in der Bundesliga. Aber ich will das noch einmal erleben – am besten mit dem FC.“ Und das soll, wie Keller sagte, eben nicht wieder fünf Jahre dauern, sondern möglichst schon früher geschehen.

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