Der Moment des Debüts: Justin Diehl kommt gegen Bremen in die Partie. (Foto: Bucco)

Der Moment des Debüts: Justin Diehl kommt gegen Bremen in die Partie. (Foto: Bucco)

FC kämpft um Diehl: Welche Rolle die Berater, Wirtz und Leverkusen spielen

Justin Diehl hat am Samstag sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Köln gefeiert. Im Hintergrund läuft jedoch längst der Vertragspoker um den 18-Jährigen. Welche Rolle spielt Diehls Berater? Und welche Rolle Bayer 04 Leverkusen?

Als Florian Wirtz im Januar 2020 vom 1. FC Köln zu Bayer Leverkusen wechselte, schien das Tischtuch zwischen den beiden Klubs ebenso durchtrennt wie zwischen der Familie Wirtz und dem FC. Inzwischen redet man wieder miteinander, die Wunden am Geißbockheim sind aber tief und längst nicht verheilt.

Nun könnte frisches Salz für neue Reizungen sorgen. Denn das nächste Kölner Juwel soll auf dem Zettel von Bayer Leverkusen stehen. Die Kölnische Rundschau berichtete zuerst über das Interesse der Werkself an Justin Diehl. Auch nach GEISSBLOG-Informationen gehört Bayer zu diversen Klubs im In- und Ausland, die Diehl beobachten und denen der Spieler sogar schon aktiv angeboten worden sein soll.

Baumgarts vielsagenden Worte

Der 18-Jährige ist seit Samstagabend frisch gebackener Bundesliga-Profi und soll beim FC eigentlich in Ruhe von Steffen Baumgart aufgebaut werden. Doch schon vor einer Woche ließ der FC-Coach aufhorchen, indem er erklärte, er würde Diehl ja gerne zum Profi machen – “wenn man mich lässt”. Schon dies war ein klarer Fingerzeig an das Umfeld des Spielers, dem verletzungsanfälligen 18-Jährigen die Zeit zu geben, sich zu entwickeln und nicht direkt dem großen Geld zu folgen.

Am Samstagabend nach dem Debüt bescheinigte Baumgart dem Offensivtalent eine “überraschend gute Vorbereitung”. Der FC ist sichtlich darum bemüht, nicht denselben Fehler wie bei Florian Wirtz zu machen und das Top-Talent klein zu halten. Diehl und dessen Umfeld gelten als fordernd und ungeduldig. Dem will man im Rahmen der Kölner Möglichkeiten Rechnung tragen. Der Vertrag des Talents beim FC läuft bis 2024. Im Hintergrund aber läuft schon länger ein Transferpoker.

Leverkusen und ROGON im Blick

Zwei Kräfte spielen dabei offenbar eine entscheidende Rolle: Einerseits ist da Bayer Leverkusen, das bekanntlich seit vielen Jahren in der Nachwuchsarbeit keine eigenen Talente mehr hervorbringt. In den letzten zehn Jahren schafften einzig Kai Havertz und Benjamin Henrichs den Sprung aus dem NLZ zu den Profis – und das trotz der finanziell überlegenen Möglichkeiten im Rheinland. Statt eigene Talente zu fördern, muss Bayer im In- und Ausland 16- oder 17-Jährige für viel Geld abwerben. Weil Leverkusen weiß, dass in Köln weitaus bessere Nachwuchsarbeit geleistet wird, richtet sich der Blick des rheinischen Rivalen die wenigen Kilometer ans Geißbockheim – und damit auch auf Diehl.

Und dann wäre da die Berateragentur ROGON. Beim FC hält man sich mit Äußerungen zurück. Nach GEISSBLOG-Informationen sieht man aber die Einflüsse aus den Umfeldern der betreffenden Spieler kritisch. Noah Katterbach verlor als Top-Talent nach der Unterzeichnung seines ersten Millionen-Vertrags die Bodenhaftung und kam sportlich komplett aus der Bahn. Tim Lemperle wiederum soll Leihgeschäfte bislang abgelehnt haben, obwohl der FC ihm dazu riet, um auf mehr Spielzeit zu kommen und sich besser weiterentwickeln zu können als nur im FC-Training ohne Einsätze.

Wem glaubt Diehl?

Welchen Weg also schlägt nun Justin Diehl ein? Das Talent verfügt über außergewöhnliche Qualitäten, doch Baumgart selbst sagte vor einer Woche: “Ich höre seit Jahren, dass er ein großes Talent hat. Er muss aber noch viel lernen, kann noch nicht so viel, wie ihm erzählt wird.” Die Frage lautet nun offenbar: Wem glaubt Diehl? Seinem Umfeld, das in ihm schon den nächsten Wirtz oder Moukoko sieht – ob in Leverkusen, Dortmund oder Hoffenheim (alle drei Klubs sollen interessiert sein)? Oder Baumgart und dem FC, wo gerade mit Huseinbasic und Olesen die nächsten Talente durchstarten?

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