Steffen Baumgart und Justin Diehl. (Foto. IMAGO / Beautiful Sports)

Steffen Baumgart und Justin Diehl. (Foto. IMAGO / Beautiful Sports)

“Wenn man mich lässt”: Baumgarts mahnende Worte an Diehls Umfeld

Der 1. FC Köln geht in seine letzte Vorbereitungswoche vor dem Bundesliga-Restart gegen Werder Bremen. Die U19-Spieler Elias Bakatukanda und Justin Diehl könnten dabei bei den Profis bleiben. Gerade bei dem Stürmer gibt es aber mahnende Worte von Steffen Baumgart.

Max Finkgräfe, Tidiane Touré und Elias Bakatukanda waren schon am Samstag beim 5:0-Testspielerfolg gegen Lommel nicht mehr mit dabei. Das Trio sollte stattdessen mit der U19 beim Turnier in Hüffelsheim gegen den 1. FSV Mainz 05 (1:2) sowie die Spielgemeinschaft der Gastgeber (3:0) zum Einsatz kommen. Auch Justin Diehl und Meiko Wäschenbach, beide noch gegen Lommel mit Spielminuten bei den Profis, sollen ab sofort wieder zu ihrer Nachwuchsmannschaft zurückkehren.

Für die Youngsters bedeutet das jedoch nicht, in der Rückrunde bei den Profis vom Radar zu verschwinden. “Sie werden immer wieder zu uns stoßen”, machte Baumgart klar, der sich die Talente immer wieder im Training anschauen wird. “Wir planen sie ganz klar Richtung Sommer ein, weil wir sehr viel Potential in ihnen sehen.” Dabei schloss der Trainer auch einen Stürmer mit ein, der aufgrund seiner Knie-Verletzung die Winter-Vorbereitung nicht mit absolvieren konnte: “Auch Damion Downs, der mit bei uns sein wird.”

Profi-Training kollidiert mit Schulpflicht

Ob die Verletzungen von Luca Kilian und Kristian Pedersen kurzfristig etwas an der Situation verändern werden, wird sich erst am Dienstag zeigen, wenn die Profis nach einem freien Tag am Montag das Training wieder aufnehmen. Insbesondere Bakatukanda könnte dabei zumindest im Training den Kilian-Part übernehmen, damit die Geißböcke weiterhin mit vier Innenverteidigern trainieren können. Doch auch Justin Diehl soll sich eigentlich weiterhin zeigen dürfte, wusste der Angreifer doch nicht erst zuletzt im Lommel-Test zu überzeugen.

Sowohl bei Bakatukanda als auch bei Diehl könnte es jedoch zu zeitlichen Überschneidungen kommen: Beide Spieler sind aktuell noch schulpflichtig, und da die FC-Profis fast ausschließlich vormittags trainieren, müsste sich das Duo von der Schule befreien lassen. Die Geißböcke empfehlen dabei all ihren Spielern, die Schule dem Fußball zunächst vorzuziehen und den Abschluss in den Vordergrund zu stellen. Da beide Youngsters jedoch bereits volljährig sind, liegt diese Entscheidung alleine bei Diehl und Bakatukanda selbst. Möglich wäre auch, dass beide zumindest teilweise in der Woche bei den Profis mittrainieren, nicht jedoch alle Einheiten zu Lasten der Schule absolvieren.

Wir können uns sehr freuen

Steffen Baumgart

Unabhängig davon, wie regelmäßig die Talente in der Rückrunde bei den Profis eine Rolle spielen werden, zeigte sich Steffen Baumgart nach dem letzten Testspiel der Vorbereitung zuversichtlich, was den Nachwuchs aus dem eigenen Stall angeht. “Wir können uns sehr freuen”, sagte der FC-Trainer mit Blick auf die kommenden Jahre. Insbesondere Justin Diehl gilt schon seit der Angreifer 15 Jahre alt ist als großes Zukunftsversprechen im FC-Sturm.

Baumgart lobt Diehl und mahnt

Auch Steffen Baumgart hat das in seinen rund anderthalb Jahren beim FC schon zur Kenntnis genommen, kann mit den Lobeshymnen auf den Youngster aber nicht ganz so viel anfangen. “Ich höre seit Jahren, dass er ein großes Talent hat”, sagte der 51-Jährige und bescheinigte dem Stürmer nach den Tests gegen den HSV und Lommel auch ein gutes Auftreten: “Schön, dass er es auch im Profifußball zeigt.” Allerdings schickte Baumgart auch mahnende Worte hinterher, insbesondere an das Umfeld des 18-Jährigen: “Er muss noch viel lernen, kann noch nicht so viel, wie ihm erzählt wird.” Ein Seitenhieb auch an die Berater, die neben Diehl beim FC auch noch Tim Lemperle, Maximilian Schmid und Noah Katterbach betreuen. Insbesondere bei Lemperle und Katterbach hatte Baumgart in der Vergangenheit mehrfach mehr Geduld und Demut eingefordert.

Von den Anlagen her hat jedoch auch der FC-Trainer keinen Zweifel daran, dass es Diehl einmal weit bringen könnte. Zumindest, wenn dieser kontinuierlich hart arbeitet und sich nicht nur auf sein Talent verlässt. “Es gibt Dinge, die man ihm als Trainer nicht mehr beibringen muss. Da ist viel Potential zu sehen”, lobte Baumgart, dessen Aufgabe es nun ist, “ihn zum Bundesliga-Spieler zu machen – wenn man mich lässt.” Damit spielte auch Baumgart auf den im Sommer auslaufenden Vertrag des Stürmers an. Ob Diehl sich darüber hinaus weiterhin auf dem FC-Weg sieht? Steffen Baumgart ist davon überzeugt: “Davon gehen wir ganz fest aus.”

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