Kellers Sonderlob trotz Pleite: „Würde ihn explizit herausheben“

Jan Thielmann vor den FC-Fans in Hannover. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)
Jan Thielmann vor den FC-Fans in Hannover. (Foto: IMAGO / DeFodi Images)

Es geht doch als Rechtsverteidiger: Der gelernte Offensivmann Jan Thielmann hat sich in Hannover ein Sonderlob von Christian Keller verdient. Im Saisonendspurt zeigt der 22-Jährige, dass er die wenig gemochte Position ausfüllen kann.

Christian Kellers Kritik nach dem 0:1 in Hannover war deutlich. So einige Profis des 1. FC Köln hätten „nicht ihren besten Tag“ gehabt, sagte der Sportchef und führte die Niederlage auf individuelle Fehler zurück (der GEISSBLOG berichtete). Keller nahm bei seiner Tadelei allerdings nicht alle Spieler mit ins Boot.

„Wir hatten ein paar Jungs, die waren sehr, sehr gut“, meinte der Geschäftsführer und nannte auch ein Beispiel: „Ich würde Jan Thielmann explizit herausheben, der für mich ein exzellentes Spiel gemacht hat. Das ist leider nicht allen gelungen.“

Deutlich weniger Probleme als in der Hinrunde

Thielmann lief zum zweiten Mal in Folge als Rechtsverteidiger der Viererkette auf und gehörte wie schon bei dem 3:1 gegen Preußen Münster am Oster-Wochenende zu den besten Kölnern (GEISSBLOG-Note 3,0). Es waren womöglich die beiden stabilsten Partien, die der U21-Nationalspieler auf dieser unliebsamen Position bestritt.

In der Hinrunde hatte der gelernte Flügelstürmer als Rechtsverteidiger bekanntlich große Probleme gehabt, hatte das Experiment dann selbst für gescheitert erklärt. Doch aufgrund von Jusuf Gazibegovics Syndesmoseriss musste Thielmann, der zwischenzeitlich gegen Darmstadt als Angreifer getroffen hatte, in die Abwehrreihe zurückkehren.

Thielmann mit den meisten Flanken

Gegen Münster und Hannover bewies er, dass er defensiv an Souveränität hinzugewonnen hat und sich auch immer wieder in die Offensive einschalten kann. Selbst beim harmlosen Auftritt bei den Niedersachsen war Thielmann mit seinen fünf Flanken so etwas wie ein Aktivposten, regte sich einmal nach einer Hereingabe fürchterlich auf, dass der Strafraum nicht besetzt war.

Keller hatte schon nach dem Münster-Sieg erklärt: „Das ist nicht seine favorisierte Position, er kann das aber spielen. Wenn er von sich überzeugt ist, dass er auch auf dieser Position seine Qualitäten zum Einsatz bringen kann, dann kann eine so gute Leistung herausspringen.“ Dennoch wird Thielmann froh sein, wenn er abermals in die Offensive zurückkehren darf.

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