Der 1. FC Köln hat die Patzer der Konkurrenz nicht ausnutzen können und am Sonntagnachmittag mit 0:1 (0:0) in Hannover verloren. Entsprechend enttäuscht fielen hinterher die Stimmen zum Spiel aus, Gerhard Struber kritisierte.
Aus der Heinz von Heiden Arena berichtet Martin Zenge
Timo Hübers
„Es ist super bitter, weil das Spiel durch einen Moment entschieden wird. In puncto Einsatz und Willen können wir uns nichts vorwerfen lassen. In Sachen Cleverness – zum Beispiel, wenn wir in Unterzahl einen Schuss aus 40 Metern nehmen – hatten wir Luft nach oben. Wenn man es schwarz oder weiß betrachtet, ist es ein Spieltag weniger und immer noch ein ordentliches Punkte-Polster. Die Hannoveraner haben es gut gemacht, viel mutiger gespielt und sind immer wieder auf unsere Kette gelaufen. Sie haben es immer wieder gut aufgelöst, so hatten wir wenige hohe Ballgewinne. Es war ein wenig passiver als in den letzten Wochen. Jetzt gilt es, Samstag im Heimspiel drei Punkte zu holen und das Punkte-Polster mindestens genauso groß wie jetzt zu halten.“
Marvin Schwäbe
„Natürlich hatten wir es im Hinterkopf, wir haben uns aber nicht mit diesem großen Schritt befasst, weil wir erst mal unser Spiel spielen mussten. Wir wussten heute nicht zu 100 Prozent, was auf uns zukommt. Wir haben es nicht gut umgesetzt, waren ungenau im Umschaltspiel. Das hat uns kein gutes Gefühl gegeben. Mit der frühen Gelb-Roten Karte im zweiten Durchgang war es schwer, das hat alles etwas über den Haufen geworfen. Wir haben trotzdem gute Wege gefunden, den ein oder anderen Nadelstich zu setzen. Trotzdem ist es wohl okay so, wie es ausgegangen ist. Es war unfassbar geil mit den Fans, sie haben sich heute wieder getoppt. Wir hoffen jetzt, dass wir in den nächsten Wochen unsere Punkte einfahren, wir haben weiterhin selbst alles in der Hand. Wir sind stabil und erfahren, es wird keinen Abfall geben, nur weil wir etwas zu verlieren haben.“
Christian Keller
„Es hatte heute mehrere Gründe. Der Hauptgrund war, dass wir individuell ein paar Jungs auf dem Platz hatten, die nicht ihren besten Tagen hatten. Da war der erste Kontakt, das Passspiel oder das Zweikampfverhalten in vielen Situationen nicht so, dass es du es schaffst, Dominanz zu entwickeln und den Gegner zu beeindrucken. Wir hatten aber auch ein paar Jungs, die waren sehr gut. Da würde ich Jan Thielmann explizit herausheben. Die Unterstützung der Fans war brillant und phänomenal. Alleine deshalb wäre es schön gewesen, eine bessere Leistung zu zeigen. Der Gegner war gut organisiert und aggressiv. Sie haben uns trotzdem nach einer halben Stunde Räume geboten. Aber wenn du individuell immer wieder Fehler machst, bricht das deinen Spielfluss.“
Gerhard Struber
„Es ist eine schmerzhafte Niederlage, die wir wegstecken müssen. Die Leistung stört mich massiv. In der ersten Halbzeit erwarte ich mir von der Mannschaft eine andere Tonart. Wir haben es nicht geschafft, unsere Umschaltsituationen präziser auszuspielen. Wir haben den Ball nach besten Eroberungen sehr schnell wieder verschenkt, waren generell ein wenig fahrig im Ballbesitz und in unserer Positionierung nicht genau genug. Das hat dem Gegner immer wieder Möglichkeiten gegeben. Trotzdem hatten wir in der ersten Halbzeit zwei Riesendinger, wo wir über Waldschmidt und Kainz hätten in Führung gehen können. Grundsätzlich hat die erste Halbzeit von vielen Umschaltmomenten beider Mannschaften gelebt, gefühlt hat keiner die Kontrolle gefunden. Dann kommen wir zur zweiten Halbzeit raus und es kommt dieser ganz entbehrliche Moment mit dem Ausschluss. Das hat uns natürlich wehgetan. Meine Mannschaft hat dennoch Willen und Kampfgeist gezeigt, das kann ich ihr über die gesamte Spielzeit nicht absprechen. Es ist uns aber nicht gelungen, das Ergebnis noch in eine gute Richtung zu bringen. Den Schiedsrichter wollen wir nicht vorschieben, wir waren heute einfach nicht gut genug. Wir müssen das Spiel schnell hinter uns lassen. Wir wissen, dass wir vieles in der eigenen Hand haben.“
Lars Barlemann
„Ich möchte der Mannschaft ein unfassbar großes Lob aussprechen, es war eine unfassbare Teamleistung. Wir wollten uns als Geschlossenheit präsentieren und den Fans etwas zurückgeben. Das haben wir geschafft und sind unfassbar glücklich. Der 1. FC Köln hat eine unfassbare Qualität, wir haben gesagt: Wir müssen auch leiden und etwas überstehen. Am Ende war es ein verdienter Sieg.“








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!