Alte Positionen, alte Stärke: Ist diese Funkel-Taktik der Aufstiegsschlüssel?

Friedhelm Funkel und Co-Trainer Matthias Lust in Nürnberg. (Foto: IMAGO / Ulrich Hufnagel)
Friedhelm Funkel und Co-Trainer Matthias Lust in Nürnberg. (Foto: IMAGO / Ulrich Hufnagel)

Keine Experimente, kein komplexes System, aber Erfolg: Friedhelm Funkel findet, dass bei der Taktik „oftmals total übertrieben“ wird – und hat mit dieser Taktik offenbar Erfolg. In Nürnberg halfen dem 1. FC Köln klare Positionen und Aufträge.

„Fußball ist nach wie vor einfach, Fußball ist keine Mathematik.“ Einer der Grundsätze, mit denen Friedhelm Funkel zum 1. FC Köln zurückgekehrt ist. Und eine Herangehensweise, die der Mannschaft sofort geholfen hat. In Nürnberg spielte die zweitschwächste Rückrunden-Offensive der 2. Bundesliga endlich mal wieder befreit auf.

Funkel setzte auf ein simples 4-2-3-1-System ohne Schnickschnack. Die Klarheit half den FC-Profis offensichtlich, zurück in die Spur zu finden. „Wir haben ein bisschen anders gespielt, das hat sehr gut funktioniert“, sagte Doppelpacker Florian Kainz und erklärte: „Wir haben nicht so hoch gepresst wie sonst, haben versucht, gute Abläufe im Spiel mit dem Ball einzustudieren. Das ist uns gut gelungen.“

Funkel: „Wir haben die Typen“

Die Besinnung auf das Einfache sah auch vor, keinerlei personelle Experimente einzugehen. Tim Lemperle kam nicht wie zuletzt gelegentlich über die Flügel, sondern stürmte im Zentrum – vor allem aber durften Kainz und Jan Thielmann auf ihren Lieblingspositionen, auf den offensiven Flügeln, beginnen.

Thielmann hatte einen Großteil der Saison als Rechtsverteidiger verbracht, Kainz im Mittelfeldzentrum. In Nürnberg lautete das Motto: alte Positionen, alte Stärke. „Ich will die Flügel immer doppelt besetzt haben. Wir haben die Typen, die das spielen können. Und das haben sie sehr gut gemacht“, lobte Funkel.

Kainz und Thielmann machten derweil keinen Hehl daraus, wie wohl sie sich unter dem 71-Jährigen fühlen. „Dass Friedhelm einen positiven Effekt auf die Mannschaft hat, ist uns allen klar. Er strahlt eine unfassbare Ruhe aus. Ich darf zum zweiten Mal unter ihm Spieler sein, es macht einfach Spaß“, schwärmte Thielmann regelrecht. So gelöst wie am Freitag hatte man die FC-Profis in dieser Saison selten zuvor erlebt.

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