Es geht um 7,5 Millionen: FC schaltet sich in den Wirtz-Transfer ein

FC-Eigengewächs Florian Wirtz. (Foto: Bucco)
FC-Eigengewächs Florian Wirtz. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln kämpft um eine späte Entschädigung. Sollte Florian Wirtz zum FC Liverpool wechseln, geht es für die Geißböcke um 7,5 Millionen Euro.

Florian Wirtz ist seit Jahren ein Streitthema beim 1. FC Köln. Nun könnte noch einmal Bewegung in die Personalie kommen, denn der ehemalige Nachwuchsspieler der Geißböcke steht vor einem Wechsel zum FC Liverpool. Sollte Bayer Leverkusen den 22-Jährigen verkaufen, stünde dem FC eine Millionensumme zu.

Denn: Das FIFA-Reglement bezüglich Status und Transfer von Spielern (RSTS) sieht in den Artikeln 20 und 21 vor, dass alle Ausbildungsvereine eines Spielers erstens eine Ausbildungsentschädigung erhalten und zweitens, im Fall eines Transfers, an der Transfersumme beteiligt werden.

Es geht um 7,5 Millionen Euro

Laut FIFA werden insgesamt fünf Prozent der gesamten Transfersumme auf die Clubs aufgeteilt, bei denen der Spieler zwischen dem 12. und 23. Lebensjahr unter Vertrag stand. Bei Wirtz wären dies der FC und Bayer. Im Fall der kolportierten Ablösesumme von insgesamt 150 Millionen Euro geht es also um nicht weniger als 7,5 Millionen Euro.

Und der FC will diese Summe nun vollständig einstreichen und sich nicht mit dem Rivalen teilen. Nach GEISSBLOG-Informationen prüft der FC daher, inwieweit die FIFA-Regularien die fünf Prozent nur auf Ausbildungsvereine oder auf alle Vereine beziehen. Bayer Leverkusen hatte Wirtz im Januar 2020 bekanntlich sofort einen Profivertrag gegeben und bereits in der Rückrunde 2020/21 in der Bundesliga eingesetzt.

FC will auch den Bayer-Anteil

Beim FC hofft man daher nun, dass die gesamten 7,5 Millionen Euro zu kassieren. Sollte die FIFA die Leverkusener als weiteren Ausbildungsclub anerkennen, würde Bayer sogar die größere Summe der 7,5 Mio. Euro zustehen, rund 4,5 Mio. Euro. Der FC hingegen müsste sich mit maximal drei Mio. Euro zufrieden geben. Doch Köln will kämpfen und sich verspätet doch noch einen spürbaren Anteil an Wirtz sichern.

Der Nationalspieler war 2020 lediglich für eine kleine Ablöse sowie eine erste Ausbildungsentschädigung in sechsstelliger Höhe zur Werkself gewechselt. Sollte nun eine Summe jenseits der sieben Millionen Euro hinzukommen, hätte der FC mit großer Verspätung doch noch einen echten Wirtz-Effekt und könnte dieses Geld sofort in den Kader investieren. Denn: Der FC Liverpool als neuer Wirtz-Club müsste das Geld 30 Tage nach Registrierung des Spielers an den FC überweisen – und somit noch in dieser Sommer-Transferperiode.

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