Der 1. FC Köln hat sich in einem dramatischen Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft beim SV Werder Bremen ins Finale geschossen. Die U19 von Trainer Stefan Ruthenbeck behielt im Elfmeterschießen die Nerven und gewann mit 5:3 (1:1, 2:2, 3:1). Jetzt wartet nicht nur das Finale. Der FC qualifizierte sich damit auch für die UEFA Youth League.
Es sollte das Traumfinale werden. Bayer Leverkusen hatte gegen den FC Bayern München im ersten Halbfinale um die Deutsche A-Junioren-Meisterschaft in der Verlängerung besiegt. Der 1. FC Köln wollte am Sonntag beim SV Werder Bremen nachlegen. Auch diese Partie ging über 120 Minuten – doch damit war sie noch nicht beendet.
Der FC musste sogar ins Elfmeterschießen, und da wurde Torhüter Mikolaj Marutzki zum Helden, der zwei Elfmeter hielt. Neben dem Finale in der BayArena wird der FC aber gleich doppelt belohnt. Denn der Einzug ins Finale bedeutet gleichzeitig den Einzug in die UEFA Youth League. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte werden die Geißböcke international antreten.
Tore und Highlights
21. Minute: In dieser engen Partie öffnete sich nach etwas mehr als 20 Minuten erstmals eine Großchance für Werder Bremen. Fayssal Harchaoui leistete sich einen Fehlpass im Spielaufbau. Ein Steckpass in den Strafraum fand Bremens Mittelstürmer Salim Musah. Der Angreifer bekam nicht genügend Druck, konnte sich die Kugel auf rechts legen und abziehen. Der Ball schlug flach im langen Eck zum 0:1 ein.
23. Minute: Doch nur zwei Minuten später schlug der FC zurück. Ein langer Ball landete auf der rechten Seite bei Justin von der Hitz. Der Außenbahnspieler sah in die Mitte, und dann war die Frage: Wollte er von der Kante des Strafraums flanken oder schießen? Plötzlich schlug der Ball im langen Torwinkel ein – so oder so war es ein Traumtor und es stand 1:1.
55. Minute: Das Spiel wog hin und her, Fynn Schenten hätte kurz vor der Pause das 2:1 für den FC markieren können. Dann aber bekam Bremen aus dem Nichts einen Handelfmeter zugesprochen. Assad Kotya-Fofana bekam eine Flanke an den Arm, eine vertretbare Entscheidung. Yuval Ranon bekam die Chance zur erneuten Werder-Führung. Doch vom Punkt schoss der Youngster an den Pfosten. Es blieb beim 1:1.
98. Minute: Es ging in die Verlängerung, und dort hatte Werder den besseren Start. Kotya-Fofana ließ sich von Paul Erevbenagie überlaufen. Dieser zog in den Strafraum ein, passte ins Zentrum und dort stand erneut Musah bereit, der aus fünf Metern den Ball über die Linie drückte. Das 1:2 für Werder.
110. Minute: Der FC warf noch einmal alles nach vorne. Zwar setzte Werder weiter auf hohes Pressing, doch dann gelang über rechts der Vorstoß über den eingewechselten Ponente Ramirez. Dieser flankte auf den langen Pfosten, wo von der Hitz eingelaufen kam und gegen die Laufrichtung von Werder-Keeper Smarkalev köpfte. Dieser bekam zwar noch die Fingerspitzen an den Ball, doch der ebenfalls eingewechselte Alessandro Puzzo drückte die Kugel über die Linie. Der umjubelte 2:2-Ausgleich!
Elfmeterschießen: Nach 120 Minuten mussten die Nerven vom Punkt entscheiden, und da hatte der FC den überragenden Mann im Tor. Mikolaj Marutzki parierte gleich zwei Elfmeter von Mbock und von Erevbenagie. Die Geißböcke hingegen blieben ohne Fehl und Tadel, und als Werders vierter Schütze die Latte traf, war die Partie entschieden. Der FC durfte jubeln und sich über den Finaleinzug freuen.
Personal
So spielte der FC: Marutzki – Friemel (79. Fernandes), Stapelmann, Kotya-Fofana, Spitali – Harchaoui (105. Römers), Zimmermann (105. Ponente Ramirez) – von der Hitz, Hekmat (79. Irmiev), Schenten (79. Chukwukelu) – Niang (105. Puzzo)
Fazit
Die U19 von Stefan Ruthenbeck hat eine grandiose Saison mit dem Finaleinzug gekrönt. Die Geißböcke waren ohnehin schon weiter gekommen, als selbst die Verantwortlichen es für möglich gehalten hätten. Doch mit dem Finale gegen Bayer Leverkusen und dem Einzug in die Youth League erfüllen sich gleich zwei Träume für die FC-Youngsters.
Dabei war Bremen über 120 Minuten zwar die spielerisch bessere Mannschaft, der FC verteidigte jedoch über weite Strecken herausragend und kämpfte aufopferungsvoll auch nach dem Rückstand in der Verlängerung. So verdiente sich die Ruthenbeck-Elf den Sprung ins Elfmeterschießen, wo Marutzki zum Helden wurde. Jetzt träumt der FC sogar noch vom Titel – in einer Woche geht es zu Bayer Leverkusen in die BayArena.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!