Nach Startelf-„Angst“: Funkels Plan mit dem „besten Offensivspieler“ wackelt

Friedhelm Funkel und Linton Maina umarmen sich nach dem Sieg in Nürnberg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Friedhelm Funkel und Linton Maina umarmen sich nach dem Sieg in Nürnberg. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Linton Maina hat von Friedhelm Funkel eigentlich eine Startelf-Garantie für das Aufstiegsfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern erhalten. Nach dem 2:1-Sieg in Nürnberg hat der Trainer des 1. FC Köln nun womöglich ein Luxusproblem.

Zu den drei personellen Änderungen, die Friedhelm Funkel bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank vornahm, zählte etwas überraschend nicht die Hereinnahme von Linton Maina. Der Top-Vorbereiter des 1. FC Köln, der in der Vorwoche gegen Jahn Regensburg sein Comeback nach einer Sprunggelenksverletzung gefeiert hatte, galt eigentlich als einer der ersten Anwärter auf die Startelf.

Funkel erklärte seinen Verzicht in Nürnberg bereits vor Anpfiff bei Sky. „Maina ist der beste Offensivspieler, keine Frage“, lobte er zunächst mal, merkte aber an: „Mir ist das Risiko zu groß.“ Bei einem Startelf-Einsatz hätte er „Angst“ gehabt, dass Maina müde werden und dann nicht rechtzeitig Bescheid sagen könnte – was so kurz nach der Genesung für erneute Verletzungsgefahr gesorgt hätte.

Was wird aus Funkels Startelf-Garantie?

Funkel blickte aber schon voraus: „Nächste Woche bauche ich ihn, dann ist er zu 100 Prozent fit.“ Sein Plan vor dem 2:1-Erfolg sah also vor, Maina im Zweitliga-Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern erstmals wieder starten zu lassen. Doch nach dem Sieg in Nürnberg wackelt dieses Vorhaben aus zweierlei Gründen.

Zum einen sagte Funkel nach Abpfiff lachend: „Linton hat nach zehn bis 15 Minuten ganz schön gepumpt, das habe ich schon gesehen. Mal schauen, wie es nächste Woche aussieht.“ Zum anderen konnten Jan Thielmann und allen voran Doppelpacker Florian Kainz auf den offensiven Flügeln überzeugen, gehörten am Freitagabend zu den besten Kölnern.

Kesslers Dank an die medizinische Abteilung

Fraglos war auch ein Maina ein belebendes Element, als er nach 62 Minuten beim Stand von 0:1 für Jusuf Gazibegovic kam, Thielmanns Rechtsaußen-Position übernahm und sofort den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Doch womöglich muss er sich auch gegen Kaiserslautern, wo dem FC ein Punkt zum Aufstieg reicht, mit einer Joker-Rolle begnügen.

Ohnehin ist der 25-Jährige genau wie Gazibegovic (nach Syndesmoseriss) überraschend schnell aus seiner Verletzungspause zurückgekehrt. „Man hat gesehen, dass wir von der Bank Qualität hinzuführen konnten. Da muss man auch mal ein Kompliment machen an unsere medizinische Abteilung“, sagte Sportdirektor Thomas Kessler und tat genau das: „Dass Linton nach so einer schweren Verletzung wieder so Vollgas auf dem Platz geben kann, in so einer wichtigen Phase der Saison, ist à la bonne heure und da muss man auch mal Danke sagen.“

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