Kapitän Hübers hat Trainerwunsch, lässt eigene FC-Zukunft aber offen

Timo Hübers ist Kapitän des 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Timo Hübers ist Kapitän des 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Timo Hübers weilt im Urlaubt. Der Kapitän des 1. FC Köln hat sich nach dem Kurztrip der Mannschaft nach Mallorca mit seiner Familie zurückgezogen. Dass er zum FC zurückkehrt, galt eigentlich als sicher. Doch Hübers lässt seine Zukunft offen.

Noch steht nicht final fest, wer der Trainer des 1. FC Köln in der Bundesliga-Saison 2025/26 sein wird. Vieles deutet auf Lukas Kwasniok hin, und sollte der 43-Jährige tatsächlich den FC übernehmen, hätte er in Timo Hübers offenbar einen Fürsprecher. Denn der Kapitän der Geißböcke hat in einem Podcast seinen Trainerwunsch geäußert.

„Am liebsten einen, der mutig ist, der sich nicht den großen Namen in der 1. Liga kampflos ergibt“, sagte Hübers bei kicker meets DAZN. „Meine Erfahrung ist, immer dann, wenn man mutig mitgespielt hat, kann das im Einzelfall zwar auch mal voll nach hinten losgehen, aber auf Strecke ist das der bessere Ansatz, als sich hinten einzuigeln und nur zu schauen, Schadensbegrenzung zu betreiben.“

Hübers weiß: „Es ist mein letztes Vertragsjahr“

Klare Worte also von Hübers, sodass die Überlegungen der Kölner Verantwortlichen, lieber einen Trainer wie Kwasniok als einen Trainer wie Urs Fischer zu holen, auf Vorfreude beim 28-Jährigen treffen dürfen. Hübers wird Anfang Juli zum Trainingsauftakt am Geißbockheim zurückerwartet. Das sagte Hübers auch selbst.

„Davon gehe ich im Moment auch stark aus. Die Zeichen sehen auf jeden Fall danach aus“, sagte Hübers. Doch der 28-Jährige, der schon im vergangenen Sommer die Geißböcke nach dem Abstieg gerne verlassen hätte, schob hinterher: „Ich fühle mich wohl in Köln, bin aber kein Freund von Lippenbekenntnissen. Ich weiß, es ist mein letztes Vertragsjahr.“ Tatsächlich läuft Hübers Kontrakt 2026 aus, sodass der FC nur noch in diesem Sommer eine Ablöse für Hübers generieren könnte.

Im Fußball kann man das nicht so planen. Da muss man Transferperiode für Transferperiode abwarten.

Timo Hübers

Dessen ist sich auch der Innenverteidiger bewusst. „Vielleicht hat ja auch der Verein ein Interesse daran zu sagen, wir wollen dich zu Geld machen. Das glaube ich zwar nicht, aber es bringt jetzt nichts. Ich gucke, wie es kommt.“ Hübers lässt für seine Zukunft also eine Hintertür offen. 2024 hatte er zunächst mit mehreren Clubs aus dem Ausland verhandelt, am Ende aber keine Einigung erzielt. So blieb er beim FC und wurde am Ende sogar Kapitän.

Dass der Wunsch, ins Ausland zu wechseln, aber noch nicht vom Tisch ist, machte Hübers deutlich – und deutete dabei an, dass die nächste Saison sogar mit großer Wahrscheinlichkeit seine letzte in Köln sein dürfte. „Es steht ganz stark auf meiner Agenda, im Ausland zu leben und im Idealfall zu spielen. Am liebsten noch, solange meine Freundin und ich noch keine Familie und Kinder haben, weil man es dann doch in volleren Zügen genießen und alles aufsaugen kann“, sagte Hübers.

Torunarigha im Kölner Visier

Und weiter: „Ich habe nichts Spezielles im Sinn, kann mir vieles vorstellen, im Idealfall mit einer reizvollen sportlichen Aufgabe. Das kann in Europa oder außerhalb von Europa sein, da bin ich ganz offen. Wann auch immer. Im Fußball kann man das nicht so planen. Da muss man Transferperiode für Transferperiode abwarten.“ Und so könnte sogar dieser Sommer noch einmal spannend für Hübers und den FC werden.

Immerhin will der FC in der Abwehr nachlegen, Hübers hat keine überzeugende Saison gespielt und könnte sich, je nach Eindrücken des neuen Trainers, im Falle weiterer Transfers in der Defensive sogar auf der Bank wiederfinden. Dann wäre es womöglich für alle Seiten sinnvoll, nach einer Lösung noch in diesem Sommer zu suchen. Zuletzt war Jordan Torunarigha ins Kölner Visier gerückt, aber auch um den Darmstädter Clemens Riedel gab es bereits erste Gerüchte.

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