Keller stützt FC-Coach: Struber leitet Training nach großer Enttäuschung

Gerhard Struber, Bernd Eibler und Christian Keller am Sonntag beim Training. (Foto: GEISSBLOG)
Gerhard Struber, Bernd Eibler und Christian Keller am Sonntag beim Training. (Foto: GEISSBLOG)

Gerhard Struber hat am Sonntag das Spielersatztraining beim 1. FC Köln geleitet. Eine Trennung vom Österreicher ist nach dem 1:1 gegen Jahn Regensburg kein Thema.

Es waren über hundert Fans in den Grüngürtel gekommen, als der 1. FC Köln am Sonntagvormittag auf Platz zwei trainierte. Die Geißböcke hatten am Vorabend die Anhänger mit dem 1:1 gegen Jahn Regensburg schwer enttäuscht. Und so verwunderte es nicht, dass so mancher Fan am Sonntag einige Worte in Richtung Spieler und Verantwortlicher rief.

Gerhard Struber und sein Trainerteam leiteten wie gewohnt die Einheit, bei der nur die Ersatzspieler auf dem Rasen standen, während die Stammspieler in der Athletikhalle eine regenerative Einheit absolvierten. Und dass Struber auch am Freitagabend beim 1. FC Nürnberg auf der Bank sitzen wird, ist nach den Aussagen von Sportchef Christian Keller sicher.

Keller beim Training vor Ort

Keller selbst sah sich das Training ebenfalls an und trat anschließend noch einmal zu seinem Cheftrainer. Der Sport-Geschäftsführer will mit Ruhe und Optimismus auf die letzten zwei Ligaspiele der Saison blicken, auch wenn nicht nur sein Trainer mit „Struber raus“-Rufen am Freitagabend von den Fans bedacht worden war, sondern auch Keller.

Der Sportchef hatte nach dem Abpfiff bei Sky zum Interview bereitgestanden, als die Fans auf der Südkurve und Westtribüne laut vernehmliche „Keller raus“-Rufe anstimmten. Der 46-Jährige weiß, dass ein Nicht-Aufstieg sein Aus in Köln bedeuten würde. Dennoch sieht er keinen Grund, zwei Spieltage vor Schluss an der Trainerposition noch einmal etwas zu verändern, um die Chancen auf den Aufstieg wieder zu erhöhen.

FC will sich in die Bundesliga retten

„Ich habe sie die Rufe gehört. Mir ist klar, dass sich der Frust entlädt“, sagte Keller nach der Partie. „Ich kann diese Enttäuschung nachvollziehen. Ich möchte aber daran appellieren, dass es entscheidend ist, ob du Rückenwind oder Gegenwind hast. Rückenwind würde uns in den letzten Spielen helfen.“

Für diesen Rückenwind hätte die Mannschaft mit Hilfe der Fans allerdings bereits in den letzten beiden Spielen sorgen können. Immerhin waren 15.000 Anhänger nach Hannover gereist, um dort beim 0:1 bitter enttäuscht zu werden. Das 1:1 gegen den Tabellenletzten aus Regensburg brachte für viele Anhänger nach einer weitgehend enttäuschenden Rückrunde das Fass dann zum Überlaufen. Dennoch will Keller mit Struber die Saison beenden und sich in die Bundesliga retten.

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