Ragnar Ache verstärkt den Angriff des 1. FC Köln. Der 26-Jährige ist aber keineswegs ein Konkurrent zu Damion Downs. Das Sturm-Duo könnte in der Bundesliga gemeinsam auflaufen.
Der 1. FC Köln hat mit Ragnar Ache einen wichtigen, ersten Transfer für die Bundesliga getätigt. Der Angreifer vom 1. FC Kaiserslautern bringt mit seiner Abschlussqualität und seiner Kopfballstärke zentrale Eigenschaften mit, die den Geißböcken nach dem Aufstieg helfen sollen (der GEISSBLOG berichtete).
Doch im Hintergrund geht es bei diesem Transfer auch um die Frage: Wie geht es mit Damion Downs weiter? Der 20-Jährige soll beim FC verlängern, die Geißböcke sind bereit sich für das Eigengewächs finanziell zu strecken (der GEISSBLOG berichtet). Verhindert der Ache-Deal nun die Unterschrift? Nach GEISSBLOG-Informationen nicht, denn der FC plant mit Ache UND Downs gemeinsam in der Startelf.
Worin sich Ache und Downs ähneln
Ein kurzer Rückblick auf den 34. Spieltag: Da funktionierte das Zusammenspiel zwischen Downs und Ache bereits gut – aber nicht im FC-Sinne. Es war die erste Szene im Spiel, als Downs einen Ball von der Mittellinie auf Denis Huseinbasic zurückspielen wollte. Doch der Pass misslang und wurde zum perfekten Steilpass auf Ache, der dann aber an Marvin Schwäbe scheiterte.
In der nächsten Saison soll diese Kombination allerdings gewollt sein – Downs auf Ache, Ache auf Downs. Gemeinsam könnte das Sturm-Duo auflaufen, auch weil sich die beiden Angreifer gut ergänzen könnten. So zumindest der Kölner Plan. Beide Spieler sind kopfballstark, obwohl Downs (1,92 Meter) neun Zentimeter größer ist als Ache (1,83). Beide Spieler sind rund 34 km/h schnell. Beide Spieler suchen gerne den Abschluss. Doch beide Stürmer unterscheiden sich auch.
Worin sich Ache und Downs unterscheiden
Ache war in der abgelaufenen Saison beim 1. FC Kaiserslautern klar im Zentrum zuhause, bewegte sich als Neuner in der gegnerischen Hälfte immer vor dem Tor. Downs hingegen fühlt sich wohl, wenn er die Räume auch links und rechts neben der Zentrale ausnutzen und suchen kann. Auch er ist zwar ein Mittelstürmer, bewegt sich aber auch gerne in den Halbräumen.
So ist Downs noch mehr Zuarbeiter und Vorbereiter als Ache, flankte häufiger und spielte mehr Pässe in den Strafraum. Dabei waren beide Angreifer im Strafraum ähnlich aktiv. Auffällig jedoch: Ache suchte mehr direkte Duelle, ging mehr in den Infight und wurde so auch deutlich häufiger gefoult als Downs. Diese Zweikampfhärte, weiß man beim FC, muss sich Downs noch stärker erarbeiten.
Duo könnte von Kwasniok profitieren
Nun kommt es also darauf an, ob der nächste Cheftrainer der Geißböcke mit beiden Angreifern wird spielen wollen. Sollte es tatsächlich Lukas Kwasniok werden, dürften sich Ache und Downs gute Chancen ausrechnen. Denn der Noch-Paderborner ist dafür bekannt, dass er in seinem 3-4-3-System gerne mit einem echten Neuner und einem falschen Neuner auf einer der beiden Halbpositionen neben dem Mittelstürmer spielen lässt.
Weil Kwasniok zudem als Alternative auch ein 3-4-1-2 mit einer Zehn und zwei echten Stürmern wählt, wären Downs und Ache für diese Doppelspitze prädestiniert. Und so könnte Ache durchaus kein Konkurrent, sondern ein Sturmpartner für Downs werden. Nun muss Downs nur noch seinen Vertrag beim FC verlängern. Dann können beide Angreifer in der Bundesliga gemeinsam auf Torejagd gehen.






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