Kwasniok sagte Vereinen ab: Was der FC-Trainer von seinen Spielern fordert

Lukas Kwasniok mit viel Energie an der Seitenlinie. (Foto: IMAGO / Team 2)
Lukas Kwasniok mit viel Energie an der Seitenlinie. (Foto: IMAGO / Team 2)

Lukas Kwasniok übernimmt den 1. FC Köln und will in der Bundesliga mit den Geißböcken „für Furore“ sorgen. Der neue Cheftrainer kündigt an, was sich die Verantwortlichen von ihm erhoffen.

Einige Wochen schwankte Lukas Kwasniok zwischen einer Pause vom Profifußball und einem neuen Engagement. Zunächst hatten die richtigen Anfragen offenbar auf sich warten lassen. Dann aber meldete sich der 1. FC Köln. In dem Moment war für den 43-Jährigen klar, dass es keine Pause geben wird.

„Ich habe auch Vereinen abgesagt“, sagte der 43-Jährige am Tag seiner Vorstellung bei fc.de. „Die Kombination aus Bundesliga und diesem sehr emotionalen Verein hat den Ausschlag für die Entscheidung gegeben. Ich habe gesagt: Wenn es eine Challenge ist und ich das Gefühl habe, dass es matcht, dann muss ich es machen. Sonst würde ich es bereuen.“ Also unterschrieb Kwasniok beim FC bis 2028.

Was die Spieler Kwasniok geben müssen

Nach schwierigen Jahren will der FC mit Kwasniok wieder auf Kurs kommen. Timo Schultz konnte den Abstieg nicht verhindern, Gerhard Struber den FC zwar wieder in Richtung Bundesliga führen, aber keine Mischung aus erfolgreichem und attraktivem Fußball finden. Nun soll es Kwasniok gelingen, die Geißböcke für die Bundesliga bereit zu machen.

Dafür kündigte er bereits am Freitag an, wie er sich den Fußball in Köln künftig vorstellt und was er von seinen Spielern erwartet. „Hunger und Fleiß, das ist die Basis von allem. Wenn das alle verstehen, wird man schnell merken, dass ich den Spielern viel vertraue“, sagte Kwasniok. „Ich glaube an ihre Stärken, versuche sie in ihre besten Positionen zu bringen. Was sie mir geben müssen, ist Fußball voller Hingabe.“

Mit dem Ziel, Menschen durch Erfolg, aber auch durch die Art und Weise des Fußballs glücklich zu machen

Lukas Kwasniok

Genau diese Herangehensweise wünschten sich die Verantwortlichen im Vorfeld der Trainersuche. Einen neuen Steffen Baumgart, nur etwas anders (Lest hierzu den GEISSBLOG-Kommentar zur Trainersuche). „Wir wollen ein unangenehmer Gegner sein. Gegen Köln zu spielen, soll keinen Spaß machen“, sagte Kwasniok. Genau dieses Motto hatte auch immer Baumgart vorgegeben und lange Zeit umsetzen können.

Dabei ist sich der neue Cheftrainer der Geißböcke bewusst, dass der FC ein besonderer Standort ist und die Hoffnungen groß. „Ich möchte intensiven, auch einen etwas wilden Fußball spielen“, sagte Kwasniok. „Meine Erwartung an die Mannschaft ist, in jedem Training und jedem Spiel am Anschlag zu sein – mit dem Ziel, Menschen durch Erfolg, aber auch durch die Art und Weise des Fußballs glücklich zu machen.“

Kaderplanung mit Thomas Kessler

Dafür braucht Kwasniok selbst die nötige Energie. Diese wird er sich nun erst einmal im Urlaub mit der Familie holen, ehe er zehn Tage vor dem Trainingsauftakt (Anfang Juli) in Köln seine Arbeit aufnehmen wird. Bis dahin steht die Kaderplanung im Vordergrund, die Kwasniok zusammen mit Thomas Kessler besprechen wird. Am Juli beginnt dann die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison.

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