Lukas Kwasniok befindet sich beim 1. FC Köln weiterhin auf der Suche nach seiner Startelf. Anders als angekündigt lieferte der Test gegen Vitesse Arnheim noch keine konkreten Hinweise.
Nur wenige Spieler dürften sich zum jetzigen Zeitpunkt ihres Startplatzes beim 1. FC Köln sicher sein. Marvin Schwäbe wird als Nummer eins in die kommende Saison gehen, so viel steht trotz Neuzugang Ron-Robert Zieler fraglos fest. Zudem ist Eric Martel im Mittelfeld-Zentrum gesetzt.
Darüber hinaus konnten sich in den vergangenen Wochen einige Neuzugänge in den Vordergrund spielen. Trotz seines durchwachsenen Auftritts gegen Arnheim, hat sich Isak Johannesson bereits in den Trainingseinheiten und Testspielen als klare Verstärkung erwiesen und dürfte als Partner von Martel die Nase vorn haben. Auch Jakub Kaminski hat bislang einen auffälligen Eindruck hinterlassen und sich für die Startelf zu Saisonbeginn empfehlen können.
Bislang nur Startelf-Tendenzen
Ansonsten gibt es bisweilen jedoch lediglich Tendenzen, die sich mit Blick auf eine erste Elf abzeichnen. Und das, obwohl Lukas Kwasniok in der vergangenen Woche angekündigt hatte, dass sich die Mannschaft gegen Arnheim „mehr und mehr einer vermeintlichen Startelf annähern“ würde. Insbesondere in der Abwehr konnte davon am Sonntag jedoch keine Rede sein.
Mit Timo Hübers stand schließlich nur ein gelernter Innenverteidiger in den ersten 60 Minuten in der Dreier-Reihe vor Marvin Schwäbe. Mit Leart Pacarada und Sebastian Sebulonsen agierten links und rechts daneben zwei Außenverteidiger. Hinterher gab auch Kwasniok zu: „Wenn heute der erste Spieltag gewesen wäre, wären wir nicht so aufgelaufen.“
Das waren Kwasnioks Überlegungen
Der Trainer erklärte dabei seinen Gedankengang gegen den niederländischen Zweitligisten: „Sinn und Zweck der Aufstellung war, dass wir uns den Gegner zurechtlegen wollten, um ihn bespielen zu können und im letzten Drittel mehr Aktion zu haben.“ Dies sei seiner Mannschaft allerdings nicht gelungen, auch, „weil wir im Aufbau zu fehlerhaft waren.“
Zudem wollte Kwasniok seinen jüngsten Neuzugang Marius Bülter direkt ins Spiel bringen. Angesichts des Überangebots auf den Flügeln wich der Trainer dabei auf eine äußerst offensive Formation aus. So rückte Thielmann eine Position zurück, sodass Kaminski und Bülter jeweils rechts und links neben Stürmer Luca Waldschmidt agieren konnten.
Aufstellung „wenn du 0:1 hinten liegst“
„Ich wollte ein sehr offensives Pärchen links und rechts haben“, erklärte Kwasniok, der auf der linken Seite Linton Maina hinter Bülter aufgestellt hatte. Für den Pflichtspiel-Betrieb dürfte die Aufstellung speziell in der Abwehr jedoch eher eine Option für die Schlussphase werden. „Wenn du 0:1 hinten liegst, aber dominant bis und noch mehr Offensivpräsenz auf den Platz bringen musst“, meinte der Trainer, der jedoch auch gemerkt hat, „dass sich so mancher nicht ganz wohl in der Rolle gefühlt hat.“ Insbesondere Sebulonsen hatte mit seiner Rolle in der Innenverteidigung gefremdelt. „Dafür ist ein Testspiel aber da, um es eben zu testen.“
In den zweiten 60 Minuten hatten im Abwehr-Zentrum dann Joël Schmied, Tom Krauß und Dominique Heintz agiert. Alle drei dürften sich ebenfalls Hoffnungen auf einen Startelf-Platz zum Pflichtspiel-Auftakt in zwei Wochen gegen Jahn Regensburg machen. Gleiches gilt jedoch wohl auch für alle anderen Profis in den Reihen des 1. FC Köln. Spätestens der Test gegen Atalanta dürfte zeigen, wohin die Reise in Sachen Startelf geht – denn so wie gegen Arnheim wird der FC zum Saisonstart nicht auflaufen.








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