Der 1. FC Köln sucht noch immer händeringend einen Innenverteidiger mit Stammspieler-Potenzial. Nun sollen die Geißböcke fündig geworden sein. Laut übereinstimmenden Medienberichten steht Rav van den Berg vor einem Wechsel zum FC.
Am Wochenende stand Rav van den Berg nicht im Kader des FC Middlesbrough gegen Swansea City. Boro-Trainer Rob Edwards bestätigte hinterher, dass er sich eine „schnelle Lösung“ für den Innenverteidiger in der Transfer-Frage wünschen würde. Nun scheint der 1. FC Köln diese herbeigeführt zu haben.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll van den Berg am Dienstag zu seinem neuen Club reisen, um den Medizincheck zu absolvieren. Die größte niederländische Tageszeitung De Telegraaf berichtet, dass seine Reise dabei in die Domstadt führen soll. Der FC habe sich schließlich im Werben um den 21-Jährigen durchgesetzt.
Zahlt der FC zehn Millionen Euro?
Erst hatte es danach ausgesehen, dass der 1,91 Meter große Rechtsfuß zu Feyenoord Rotterdam wechseln würde. Dann schalteten sich der FC Chelsea und Crystal Palace ein. Und auch Besiktas Istanbul wollte noch ein Wörtchen mitreden. Doch offenbar konnte am Ende der 1. FC Köln den Spieler von einem Transfer überzeugen. Der U21-Nationalspieler der Niederlande ist aktuell 4,5 Millionen Euro wert.
Diesen Betrag jedoch muss der FC bei der Ablöse offenbar weit überbieten. Laut dem Bericht ist der FC bereit zehn Millionen Euro für van den Berg zu zahlen. Vor zwei Jahren hatte Boro gerade einmal eine 300.000 Euro an PEC Zwolle für den Innenverteidiger gezahlt. Seitdem jedoch war er Stammspieler beim englischen Zweitligisten, stand 57 Mal in der Championship in der Startelf und avancierte zum Leistungsträger.
Zweitteuerster Transfer der FC-Geschichte?
Darauf scheinen nun auch die Geißböcke zu hoffen. Dem Bericht zufolge soll der Transfer bis Mittwoch über die Bühne gehen, inklusive eines Fünf-Jahres-Vertrags bis 2030. Es wäre die mit Abstand teuerste Verpflichtung des FC in dieser Saison – bislang ist dies Isak Johannesson mit rund fünf Millionen Euro von Fortuna Düsseldorf. Sollte van den Berg tatsächlich zehn Millionen Euro kosten, wäre er überhaupt der zweitteuerste FC-Transfer aller Zeiten – zusammen mit Lukas Podolski (10 Mio.) hinter Jhon Cordoba (17 Mio.).
Noch aber ist immer noch nicht klar, ob der FC diese Summe tatsächlich stemmen wird. Eine Bestätigung seitens des Clubs gibt es nicht. Sportdirektor Thomas Kessler hielt sich zuletzt komplett zurück, wollte keine Namen kommentieren. Einzig Trainer Lukas Kwasniok hatte angekündigt, dass der FC noch auf „ein oder zwei Positionen in der Spitze“ etwas machen wollen würde.
Finanzieller Kraftakt inklusive Köhn?
Parallel zu der Meldung aus England kam am Dienstag auch ein Bericht aus der Türkei, wonach Derrick Köhn vor einem Transfer zum 1. FC Köln stehen würde. Der Linksverteidiger soll demnach fünf Millionen Euro kosten und nach Kristoffer Lund der zweite Transfer auf dieser Position sein. Zuletzt wollten die Kölner jedoch Raphael Obermair verpflichten, sodass ein Köhn-Transfer zusätzlich überraschen würde.
Dennoch: Sollte der FC neben van den Berg auch Köhn verpflichten, würden die Geißböcke ihre bisherigen Transferausgaben in diesem Sommer (bislang rund 13,5 Millionen Euro) verdoppeln. Es wäre ein finanzieller Kraftakt, nachdem man bislang durch die Verkäufe von Max Finkgräfe, Damion Downs und Steffen Tigges rund 13 Mio. Euro eingenommen hatte und darauf hoffen kann, dass bis zu drei Mio. Euro an Boni hinzukommen könnten.








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