Lukas Podolski ist nach dem starken Saisonstart voll des Lobes für den 1. FC Köln und Kaderplaner Thomas Kessler. Bei einem Spieler der Geißböcke fühlt sich der Weltmeister an sich selbst erinnert.
Der 1. FC Köln bereitet seinen Fans derzeit so viel Freude wie schon lange nicht mehr – das gilt auch für einen der prominentesten Anhänger, Lukas Podolski. „Es macht aktuell Spaß, die Spiele des FC zu schauen. Natürlich, nach drei Spieltagen ist das vielleicht noch eine Momentaufnahme und es sollte erst einmal darum gehen, schnellstmöglich die Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Aber ich sehe viel Energie und einen guten Geist in der Mannschaft“, sagt die Vereinslegende im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger.
Ein Garant für den Erfolg ist sein Namensvetter an der Seitenlinie. „Lukas Kwasniok und der FC – das scheint zu passen“, meint Podolski, der genau wie Kwasniok im polnischen Gliwice geboren wurde. „Ich finde es gut, wenn ein Trainer so emotional mitgeht und sich mit dem Klub und der Stadt so identifiziert. Es ist doch geil, wenn er mit dem FC-Trikot am Spielfeldrand steht. Und er hat ja allem Anschein nach bereits einen sehr guten Draht zu den Spielern aufgebaut“, zeigt sich der Weltmeister von 2014 vollends überzeugt.
Podolski: „Transfers, die Sinn ergeben“
Ähnlich viel Lob erhält Sportdirektor Thomas Kessler, einst ein Mitspieler von Podolski. „Kaminski, Johannesson, Bülter oder Ache: Das sind Transfers, die Sinn ergeben und die Mannschaft besser machen“, sagt der 40-Jährige nach Kesslers erster Transferperiode als Chef.
Was Podolski auffällt: „Die Mannschaft wurde nicht nur sportlich verstärkt, sondern auch charakterlich passen die Jungs offenbar gut zusammen. Der Zusammenhalt in der Truppe stimmt. Es ist kein Zufall, dass der FC die Spiele auch noch spät für sich entscheiden kann.“
Der Junge erinnert mich ein bisschen an mich damals.
Lukas Podolski über Said El Mala
Hinzu komme, dass die Zugänge genau Kwasnioks Vorstellungen entsprechen: „Thomas und Lukas scheinen auch in einem ganz engen Austausch zu sein, denn allem Anschein nach hatte Lukas bei den Transfers auch ein großes Mitspracherecht, so dass sie zu seiner Philosophie und seinem Spielstil passen. Es wäre schön, wenn man dieses Team länger zusammenhält, noch weiter verstärkt und den eingeschlagenen Weg nicht verlässt. Dann könnte endlich einmal etwas beim FC entstehen“, wünscht sich Podolski.
Podolskis Hoffnung bei El Mala
Bei einem Kölner Shootingstar gerät der 130-fache Nationalspieler besonders ins Schwärmen: Said El Mala. „Der Junge erinnert mich ein bisschen an mich damals“, verrät Podolski: „Er hat super Anlagen. Er hat keine Angst, sondern ist unbekümmert, selbstbewusst, gibt Gas und traut sich auch Tempo-Dribblings zu. Hoffen wir, dass er noch lange beim FC bleibt oder in ein paar Jahren für eine angemessene Summe verkauft wird.“ Typen wie El Mala seien „genau die Jungs, die dem Klub gefehlt haben“.
In der Frage, der diesen Verein künftig als Präsident anführen sollte, bleibt Podolski wenig überraschend bei seiner Empfehlung für Wilke Stroman, mit dem er geschäftlich und freundschaftlich verbunden ist: „Ich kenne ihn seit fast 15 Jahren. Ich bin mir sicher, dass Wilke ein sehr guter FC-Präsident wäre. Er ist noch ziemlich jung und würde frischen Wind rein- und den Verein voranbringen.“ Stroman liebe den FC. „Er hat dieses Amt überhaupt nicht nötig, will es aber unbedingt, weil er etwas bewegen will. Und das würde er.“








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