FC als Partycrasher? „Wenn du Grütze zusammenkickst, werden sie motzen“

Über 3.500 Fans des 1. FC Köln reisen nach Wolfsburg. (Foto: Bucco)
Über 3.500 Fans des 1. FC Köln reisen nach Wolfsburg. (Foto: Bucco)

Über 3.500 Fans des 1. FC Köln werden die Geißböcke am Samstag zum VfL Wolfsburg begleiten. Gemeinsam mit den Spielern wollen die FC-Fans den Gastgebern den Geburtstag verderben.

Während der 1. FC Köln zum zweiten Mal in dieser Bundesliga-Saison auswärts antreten wird, kann der VfL Wolfsburg am Samstag zum zweiten Mal in Folge in der Volkswagen Arena antreten. Es ist eine Art Geburtstagsgeschenk der Deutschen Fußball Liga an die Wölfe, denn diese haben am Freitag den 80. Geburtstag gefeiert.

Nun ist der 80. Geburtstag eines Werksclubs aus FC-Sicht kein ernsthafter Anlass für Feierlichkeiten. Zum Hintergrund: Der Verein für Leibesübungen Wolfsburg e. V. hat rund 4500 Mitglieder, zählt insgesamt 29 Abteilungen und ist einer der größten Sportvereine Niedersachsens. Die Fußballabteilung hingegen wurde 2001 ausgegliedert und ist seit 2007 eine vom Verein unabhängige, hundertprozentige Tochtergesellschaft der Volkswagen AG.

Kwasniok will FC-Fans mitreißen

Kurzum: Der VfL feiert am Samstag in der Volkswagen Arena zwar seinen 80. Geburtstag mit einer Choreografie und einem Jubiläumstrikot. Die Geißböcke wären aber nur zu gerne die Partycrasher. Und so reisen über 3.500 FC-Fans mit nach Wolfsburg und werden bei einer erwarteten Zuschauerzahl von knapp über 20.000 jeden sechsten Fan im weiten Rund des Stadions stellen.

Schon in der Vergangenheit schafften es die FC-Fans immer wieder, in Wolfsburg für eine Heimspiel-artige Atmosphäre zu sorgen. So auch dieses Mal? „In allererster Linie müssen wir etwas zur Stimmung beitragen“, sagte Lukas Kwasniok am Donnerstag vor der Partie. „Dann supporten sie uns auch auswärts noch mehr. Wenn du eine Grütze zusammenkickst, dann werden sie halt motzen. Das liegt in der Natur der Sache. Es liegt an uns sie zu überzeugen, dass wir am Anschlag und in der Lage sind, ein gutes Spiel abzuliefern.“

FC vor harten Wochen

Die Hürde beim VfL ist freilich hoch. Über 40 Millionen Euro haben die Wölfe in ihren Kader gesteckt, darunter 15 Mio. in den defensiven Mittelfeldspieler Vini Souza, rund fünf Mio. in FC-Wunschspieler Aaron Zehnter sowie ein wohl beachtliches Gehalt in den ablösefreien Transfer-Coup Christian Eriksen. Dennoch wollen die Geißböcke die Geburtstagsfeier stören und Punkte aus Wolfsburg entführen.

Die beiden bisherigen Siege gegen Mainz und Freiburg habe man „abgehakt“, erklärte Kwasniok. Der FC „jetzt wieder demütig“ ans Werk gehen, und das hieße: „beim Anpfiff Fußball spielen und arbeiten“. Zusammen mit den FC-Fans soll dann der dritte Sieg gelingen. Auch, weil es in den folgenden Wochen gegen Leipzig und Stuttgart nicht einfacher werden wird. „Der nächste Länderspiel-Block ist hart. Wir haben drei Auswärtspiele und ein Heimspiel. Da wäre es cool, wenn wir auch in Wolfsburg überraschen könnten, um wieder ein bisschen was auf die Habenseite zu bekommen.“

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