Nach seiner Entlassung beim 1. FC Köln Anfang Mai feiert Gerhard Struber nun in der 2. englischen Liga Erfolge mit Bristol City. Seinen Ex-Club verfolgt der Trainer jedoch noch immer – und blickt mit gemischten Gefühlen zurück.
Nur anderthalb Monate nach seinem Aus beim 1. FC Köln hat Gerhard Struber Mitte Juni seine neue Aufgabe bei Bristol City angetreten. Dort hat der Österreicher in der Championship einen Start nach Maß hingelegt. Nach sechs Spieltagen liegt die Mannschaft aus dem Südosten Englands mit elf Punkten und nur einer Niederlage auf Rang drei.
Trotz seines Jobs auf der Insel und der schmerzhaften Entlassung in Köln zwei Spieltage vor Saisonende, verfolgt Struber aber noch immer, was beim FC passiert. „Natürlich“, sagte der 48-Jährige nun im Interview mit dem Kicker. „Ich habe einiges in Köln erleben dürfen und freue mich jetzt, dass die Spieler, die ich noch kenne, so performen.“
Struber hat noch Kontakt mit einigen Spielern
Auf Platz zwei liegend so kurz vor dem Saisonfinale entlassen zu werden, sei dabei „hart“ gewesen, wie der Trainer erklärte. „Dass ich die Saison, obwohl wir auf einem Aufstiegsplatz lagen, nicht zu Ende bringen durfte, tat echt weh. Es hat Zeit gebraucht, damit umzugehen und das hinter mir zu lassen.“ Auch die Art und Weise der Entlassung habe ihn dabei „nachdenklich gemacht“, wie Struber zugab. Immerhin habe er den Club in keiner einfachen Situation – nach dem Abstieg und mit der Transfersperre – übernommen.
Mit einigen seiner Ex-Spieler aus Köln habe er dabei noch immer Kontakt, hätte sich zudem Feedback zu seiner Zeit beim FC eingeholt. „Ich habe einfach Rückschau gehalten: Was hätten wir anders und besser machen können? Ich will in jeder Station etwas dazulernen und in Köln bin ich nochmal gereift, ganz klar.“
Darum kam der neue Job so schnell
Dass er nach dem Aus beim FC trotzdem so schnell wieder einen neuen Verein übernommen hat, habe dabei einen einfachen Grund: „Ich bin einfach richtig gern Fußball-Trainer“, sagte Struber. Zudem habe es mit Bristol einfach von Beginn an „richtig gut gepasst“. Geplant war die schnelle Übernahme des englischen Zweitligisten aber nicht. Vielmehr hatte der gebürtige Kuchler eigentlich vorgesehen, eine Pause einzulegen, „um zu reflektieren“. Entsprechend habe er auch einige Anfragen, unter anderem auch aus Deutschland, abgelehnt. Bei Bristol City hatte der Trainer jedoch von Beginn ein gutes Gefühl – und scheint sich zumindest vorerst damit auch nicht getäuscht zu haben.








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