„In gewisser Weise sauer“: Wunsch-Profi spricht nach geplatztem FC-Wechsel

Raphael Obermair und Lukas Kwasniok kennen sich gut aus Paderborn. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Raphael Obermair und Lukas Kwasniok kennen sich gut aus Paderborn. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln hätte im zurückliegenden Transfer-Sommer gerne Raphael Obermair vom SC Paderborn verpflichtet. Auch der Spieler wäre gerne zum Bundesliga-Aufsteiger gewechselt. Nun hat sich der 29-Jährige erstmals zum geplatzten Wechsel geäußert.

Vor knapp zwei Wochen, als das Transferfenster in Deutschland bereits geschlossen war, hat sich Sebastian Lange noch einmal abschließend zum geplatzten Transfer von Raphael Obermair geäußert. „Für ihn persönlich tut es mir leid“, hatte der Paderborner Sportchef in der Neuen Westfälischen gesagt. Lange war es, der einem Wechsel in die Domstadt einen Riegel vorgeschoben letzt hatte – auch, weil sich mit Marcel Hoffmeier ein anderer Spieler kurz zuvor das Kreuzband gerissen hatte.

Nun hat sich auch Obermair selbst erstmals zu seiner verpassten Chance, mit 29 Jahren zum ersten Mal in der Bundesliga zu spielen, geäußert. „Dass ich enttäuscht bin, kann glaube ich jeder nachvollziehen. Aber irgendwann muss man das ablegen und versuchen weiterzumachen“, sagte der flexibel einsetzbare Profi nach dem 2:0-Auswärtssieg am Wochenende bei Hertha BSC.

Obermair: „Waren paar Wochen im Gespräch“

Zwar sei ihm das bislang gut gelungen, dennoch machte der Philippiner keinen Hehl um seinen Ärger, schließlich hatte man ihm in Paderborn ursprünglich versprochen, ihn bei einem adäquaten Angebot in Richtung Bundesliga ziehen zu lassen. „Die Enttäuschung ist ganz klar da. Vielleicht bin ich auch in einer gewissen Weise sauer. Aber es hilft nichts. Ich mache weiter, um vielleicht noch einmal die Chance zu bekommen.“

Insbesondere die lange Ungewissheit während der Transferperiode sei dabei belastend gewesen. „Ich hab irgendwie darauf gewartet, dass es medial losgeht. Das kam dann aber doch alles erst etwas verzögert raus, ich war nämlich schon ein paar Wochen lang im Gespräch mit Köln“, erklärte Obermair. Die erste Gerüchte gab es dabei tatsächlich bereits Ende Juni, nachdem Kwasniok in Köln unterschrieben hatte.

Obermair 2026 ablösefrei

Wirklich konkret wurde es dann jedoch erst Anfang August – inklusive gegenseitiger öffentlicher Anschuldigungen der Clubs. „Am Ende hat es mich auf jeden Fall beschäftigt. Aber nicht so viel, dass man es auf dem Platz gemerkt hätte und es mich behindert hätte. Nicht einmal unbedingt die mediale Geschichte, sondern vielmehr das ganze Drumherum“, meinte Obermair, der in dieser Saison noch keine einzige Minute für die Ostwestfalen auf dem Platz verpasst hat. Im Sommer 2026 wäre der dann 30-Jährige für den FC ablösefrei zu haben.

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