Er war der Mann des Abends beim deutlichen 9:1-Erfolg des 1. FC Köln in Essen: Luca Waldschmidt hat dem Oberligisten gleich fünf Treffer eingeschenkt. Lukas Kwasniok, der den Angreifer zuletzt mit einem Bankplatz bedacht hatte, registrierte das mit Freude.
Aus dem Uhlenkrugstadion berichtet Marc L. Merten
Lukas Kwasniok griff der naheliegenden Frage vorweg. Als der Trainer des 1. FC Köln am Mittwochabend mit dem GEISSBLOG über den 9:1-Sieg bei Oberligist Schwarz-Weiß Essen sprach, kam das Lob für den Mann des Spiels von ganz alleine – das Lob für Luca Waldschmidt, der fünf der neun FC-Treffer erzielt hatte.
„Luca hat auf sich aufmerksam gemacht, das ist sehr schön“, sagte Kwasniok in seinem Fazit und schob nach: „Wir werden jeden Spieler brauchen.“ Damit nahm der Kölner Coach wohl noch einmal Bezug auf das vergangene Wochenende. Beim umjubelten 4:1-Sieg gegen den SC Freiburg hatte Waldschmidt überraschend über die komplette Spielzeit auf der Bank gesessen (der GEISSBLOG berichtete).
Kwasniok: „Gibt nur eine Sprache im Fußball“
Nachdem er zum Bundesliga-Auftakt in Mainz den Siegtreffer von Marius Bülter mustergültig aufgelegt hatte und da es gegen seinen Ex-Verein Freiburg ging, hatte sich Waldschmidt gewiss eine andere Rolle als einen Platz auf der Bank ausgemalt. Die fünf Treffer in Essen dürften seine Aussichten auf künftige Einsätze erhöhen – auch wenn der Gegner lediglich ein Oberligist war und Waldschmidt zwischenzeitlich sogar noch einen Elfmeter verschoss.
Kwasniok hat zufrieden zur Kenntnis genommen, dass der 29-Jährige mit einem Fünferpack auf die Reservistenrolle geantwortet hat. „Es gibt nur eine Sprache im Fußball, das ist Handlung“, erklärte der FC-Trainer und ergänzte auf Waldschmidt bezogen: „Er hat gehandelt.“
Mir geht es immer um eine Haltung, ob zu einer Trainingseinheit, einem Testspiel oder einem Punktspiel.
Lukas Kwasniok
Doch auch insgesamt fiel Kwasnioks Fazit im Uhlenkrugstadion positiv aus. „Mir geht es immer um eine Haltung, ob zu einer Trainingseinheit, einem Testspiel oder einem Punktspiel – es ist immer ganz wichtig, einen Zugang zu finden. Das haben die Jungs von Beginn an getan, auch wenn wir in den ersten 15 Minuten der beiden Halbzeiten jeweils kein Tor erzielt haben.“
Im ersten Abschnitt dauerte es 22 Minuten, bis Waldschmidt den Torreigen eröffnete, im zweiten Abschnitt waren sogar bereits 25 Minuten gespielt, als Jan Thielmann zum zwischenzeitlichen 6:1 traf. Die weiteren Tore gelangen Doppelpacker Ragnar Ache sowie Denis Huseinbasic per Fernschuss. „Die Mannschaft ist drangeblieben“, lobte Kwasniok und betonte: „Es ist gut und wichtig, dass du dir in solchen Spielen die Körner holst und weitermachst.“
Kwasniok wollte es „nicht komplizieren“
Das System – der FC spielte wie gegen Freiburg mit einer Viererkette – war dabei komplett nebensächlich. „In solch einem Spiel musst du es nicht komplizieren. Da geht es darum, dass die Jungs eine Freude entwickeln in der Arbeit mit dem Ball und dass wir gegen den Ball eine gute Aggressivität an den Tag legen“, meinte Kwasniok, der seine Mannschaft nach einer Padel-Session am Donnerstag in ein verlängertes freies Wochenende schicken wird.








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