Jakub Kaminski hat dem 1. FC Köln mit seinem Tor am Samstag beim VfL Wolfsburg in letzter Minute einen Punkt gerettet. Die Wölfe-Leihgabe verzichtete auf einen ausgiebigen Jubel, feierte damit aber den Abschluss zweier für ihn perfekter Wochen.
Während seine Mitspieler und der gesamte Gästeblock in der 14. Minute der Nachspielzeit am Samstag in der Volkswagen Arena ihren Emotionen freien Lauf ließen, hielt sich Jakub Kaminski höflich zurück. Auch dem Mittelfeldspieler wäre nach seinem Last-Minute-Treffer zum 3:3-Endstand wohl zum ausgiebigen Jubeln zumute gewesen, gegen seinen Ex-Club und Noch-Arbeitgeber freute sich der Pole jedoch vornehmlich innerlich.
Die Wolfsburger dürften sich angesichts des Torschützen zum späten Ausgleich derweil Fußball-typisch „ausgerechnet“ gedacht haben. Immerhin war Kaminski im Sommer vom VfL auf Leihbasis in die Domstadt gewechselt. Und mit seinem zweiten Tor in Folge stellte der Angreifer damit erneut seinen Wert für den FC unter Beweis. Gegen den SC Freiburg war Kaminskis Treffer zum 1:0 der Dosenöffner gewesen, am Samstag sicherte sein Tor immerhin einen Punkt und verhinderte somit die erste Saison-Niederlage.
FC schlägt zum perfekten Zeitpunkt zu
„Wir sind froh, dass wir Kuba im Sommer davon überzeugen konnten, zum 1. FC Köln zu kommen“, sagte Sportdirektor Thomas Kessler nach der Partie. Kaminski hatten auch weitere Angebote aus der Bundesliga vorgelegen, speziell der FC Augsburg war ebenfalls an den Diensten des 23-Jährigen interessiert gewesen, wie er selbst zuletzt hatte durchblicken lassen.
Im Sommer 2022 hatten die Wölfe zehn Millionen Euro für Kaminski an Lech Posen überwiesen. In 78 Spielen erzielte Kaminski für den VfL fünf Tore und zehn Vorlagen. Zum uneingeschränkten Stammspieler konnte sich der Spieler, der in seiner Heimat stets als Ausnahme-Talent gehandelt wurde, in Wolfsburg aber nicht entwickeln. „Da haben wir ihn zum Glück in einer Situation aufsammeln können, als er hier beim VfL nicht mehr zufrieden war“, meinte Kessler.
Kessler freut sich über Kaufoption
Zudem haben sich die Kölner eine Kaufoption für den Offensivspieler sichern können, die zwischen sechs und sieben Millionen Euro liegen soll. „Es war sehr wichtig, dass wir die Kaufoption verankern konnten. Jakub ist ein Spieler, für den der VfL in der Vergangenheit viel Geld investiert hat“, sagte auch der Sportdirektor. Obwohl erst vier Pflichtspiele in dieser Saison absolviert sind, scheint Kaminski aber schon jetzt die Höhe der Summe für den FC wert zu sein. „Wir sind sehr happy, dass wir sie ziehen können, wenn wir wollen“, erklärte Kessler.
Für Kaminski war das Spiel an alter Wirkungsstätte derweil der Abschluss zweier perfekter Wochen. Erst das Tor gegen Freiburg, dann sein Treffer und eine Vorlage für die polnische Nationalmannschaft gegen Finnland, und nun das erzielte 3:3 in Wolfsburg. „Er hat auch in der Nationalmannschaft viel Selbstvertrauen tanken können“, sagte Kessler. „Ich freue mich immer, wenn er vom Platz kommt und über beide Backen strahlt. Das war heute auch so.“ Zumindest nach dem Spiel traute sich Kaminski dann auch, ausgiebig mit den Fans in Wolfsburg zu feiern.








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