Der 1. FC Köln hat mit RB Leipzig den nächsten unangenehmen Auswärtsgegner vor der Brust und muss aufgrund der Verletzung von Rav van den Berg seine Defensive umstellen. Lukas Kwasniok will auf Flexibilität setzen.
Während der Saisonvorbereitung hatte Lukas Kwasniok angekündigt, dass es unter ihm keine Stammelf geben werde – und der Trainer des 1. FC Köln hält Wort. An den ersten drei Bundesliga-Spieltagen stellte er nicht nur jeweils eine andere Anfangsformation auf, sondern nahm auch Anpassungen am System vor.
Am Samstagabend beim Gastspiel in Leipzig ist Kwasniok nun zu mindestens einer Änderung gezwungen, schließlich fällt Rav van den Berg nach zuletzt zwei Startelf-Einsätzen aufgrund einer Schultereckgelenksprengung vorerst verletzt aus.
„Ganz bitter“, aber Kwasniok ohne Sorgen
„Es ist ganz, ganz bitter. Erst haben wir Kili verloren, dem wir zugetraut haben, im Verlaufe der Vorrunde eine Option zu werden. Mit Rav fällt jetzt der zweite Innenverteidiger aus“, sagt Kwasniok, gerät deswegen aber keinesfalls in Panik: „Ich mache mir keine großartigen Gedanken, dass uns die Abwehrspieler ausgehen.“
Auf der Suche nach einem Ersatz wägt der FC-Trainer zwischen zwei Herangehensweisen ab. „Wir haben noch genügend Spieler, die klassische Innenverteidiger sind“, spricht Kwasniok die beiden Linksfüße Cenk Özkacar und Dominique Heintz an.
Kwasniok will Verletzung trotzen
Darüber hinaus nennt er aber auch Tom Krauß, Eric Martel und Sebastian Sebulonsen, „die auch in der Dreierkette auflaufen können“. Gerade mit den gelernten Sechsern Krauß und Martel könnte der FC je nach Bedarf immer wieder zwischen den Systemen switchen.
Kwasniok klingt, als würde er genau darauf abzielen, und will aus der Verletzungsnot eine Tugend machen: „Wir sehen das als Vorteil, weil wir die Dinge flexibler angehen können. Final sind die Überlegungen noch nicht, aber es wird gegen Leipzig wichtig sein, auf beide Szenarien gut vorbereitet zu sein. Wir werden sowohl mit vier als auch mit fünf Spielern verteidigen müssen, weil der Druck immens sein wird. Wenn nicht von Beginn an, dann im Laufe des Spiels.“ Der FC will – wie es Ex-Coach Gerhard Struber genannt hätte – situationselastisch dagegenhalten.








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