Überraschung bei der MV: FC trifft 50-Millionen-Euro-Entscheidung

Die FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld und Philipp Türoff. (Foto: Bucco)
Die FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld und Philipp Türoff. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat eine millionenschwere Entscheidung getroffen. Wie die Geißböcke am Samstag bekannt gaben, nimmt der FC bereits ein Jahr früher die Vermarktung in eigene Hände.

Es ist eine der weitreichendsten, wirtschaftlichen Entscheidungen der jüngeren Vereinsgeschichte. Der 1. FC Köln wird sich künftig selbst vermarkten. Das hatten die Geißböcke zwar schon bekannt gegeben. Ursprünglich sollte dieser Schritt aber erst ab der Saison 2026/27 erfolgen. Nun übernimmt der FC die Selbstvermarktung ab sofort.

Wie die Geißböcke bekannt gaben, hat der FC den Vertrag mit seinem Vermarkter Infront bereits zum 1. Juli 2025 gekündigt. Ursprünglich wäre der Kontrakt bis 2026 gelaufen. Stattdessen hat die Abteilung von Marketing-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld bereits ein eigenes Team mit zehn neuen Mitarbeitern aufgestellt, um die Arbeit selbst zu übernehmen.

Umsatz liegt bei 50 Mio. Euro

Dieses Team wird sich künftig um einen Bereich kümmern, der sich für rund 50 Millionen Euro Jahresumsatz verantwortlich zeichnen wird. Allerdings wird auch Infront zunächst weiter an Bord bleiben. Wie die Geißböcke bekannt gaben, wurde ein neuer Vertrag mit dem Vermarkter aufgesetzt, der bis 2027 laufen wird. In diesen zwei Jahren soll Infront den Übergang zur vollständigen Eigenvermarktung beim FC begleiten. Darüber hinaus wird Infront vor allem für das Neukundengeschäft zuständig sein.

Der FC hat für diese Umstellung auch einen neuen Bereichsleiter eingestellt. Florian Dederichs kommt vom FC St. Pauli zum FC, hat zuvor bereits in ähnlichen Funktionen beim FC Schalke 04 und Bayer 04 Leverkusen gearbeitet. Dederichs wird Liesenfeld direkt unterstellt sein.

Diese Honorare fallen künftig weg

Der FC will durch die frühzeitige Umstellung bereits zur laufenden Saison 2025/26 ein Plus auf der Vermarktungsseite erzielen. Liesenfeld betonte, dass die Geißböcke durch den neuen Vertrag mit Infront keine zusätzlichen finanziellen Verpflichtungen eingegangen seien. Künftig fällt dagegen ein Großteil der Vermittlerhonorare an Infront weg. Diese liegen je nach Vertrag und Bereich marktgerecht zwischen acht und 15 Prozent.

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