Marvin Schwäbe erwischt gegen die TSG Hoffenheim einen Sahne-Tag und beschert dem 1. FC Köln einen Auswärtssieg ohne Gegentor. Der Kapitän meldet sich damit stark zurück.
Als der Ball in der 90. Minute in Richtung zweiter Pfosten flog, dürfte so mancher Fan des 1. FC Köln den Atem angehalten haben. Ausgerechnet André Kramaric kam an den Ball, und das freistehend. Ausgerechnet der Stürmer der TSG Hoffenheim, der so gerne gegen den FC trifft. Der nur gegen Bayern, Dortmund und Freiburg häufiger in der Bundesliga getroffen hat als gegen die Geißböcke.
Doch am Freitagabend kam weder das achte Tor noch die fünfte Vorlage im 15. Duell gegen den FC hinzu. Auch, weil Marvin Schwäbe etwas dagegen hatte. Kramaric löffelte den Ball gefühlvoll in Richtung Tor, doch der FC-Keeper sprang dazwischen und faustete die Kugel aus der Gefahrenzone. Es war Schwäbes vierte Parade des Tages – und die letzte.
Starke Paraden ab der 6. Minute
Bereits zuvor hatte der Kapitän des 1. FC Köln seine Mannschaft zunächst vor einem Rückstand und später vor dem Ausgleich bewahrt. Gegen Muhammed Damar tauchte er bereits aus sechs Metern ab und lenkte dessen Schuss aus zwölf Metern spektakulär um den Pfosten. Gegen Bazoumana Touré vom Fünfmeterraum machte er die Beine rechtzeitig zu und siegte im Eins-gegen-Eins. Und als Fisnik Asllani in der 45. Minute wie zuvor Damar den Ball ins lange Eck schlenzen wollte, war Schwäbe erneut zur Stelle.
Starke Paraden, die dem FC den Sieg festhielten (GEISSBLOG-Note 1). So war hinterher nicht nur vom Sieg-Torschützen Said El Mala die Rede, sondern auch vom Kapitän der Geißböcke, der zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor geblieben war. Und das, nachdem er in den drei Spielen zuvor insgesamt acht Treffer hatte schlucken müssen und dabei nicht immer gut ausgesehen hatte.
Schwäbe verhindert Gegentore
Das gestand Schwäbe hinterher selbst. „Die letzten Wochen waren nicht so einfach“, sagte der 30-Jährige. „Es freut mich der Mannschaft helfen zu können. Wenn die Mannschaft weiß, dass sie einen Rückhalt hinten hat, hilft das.“ So war es am Freitag, und so stimmte die Leistung der Geißböcke von der Nummer eins bis zur Nummer elf.
Mit nun 18 gehaltenen Torschüssen liegt Schwäbe zwar nur im Mittelfeld der Torhüter-Tabelle der Bundesliga. Laut der Expected-Goals-Werte hätten die Geißböcke aber bereits 11,7 Gegentore kassieren können, tatsächlich steht der FC aktuell bei neun Gegentreffern. Diese Differenz von 2,7 Gegentoren ist der Liga-Bestwert (zusammen mit RB Leipzig). Schwäbe hält sein Tor also sauberer als statistisch erwartbar. Das bewies er am Freitag in Hoffenheim eindrucksvoll.








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