Der erste richtige Dämpfer: Der FC muss nun den Fokus behalten

Die FC-Spieler nach dem Derby vor der Kölner Fankurve. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Die FC-Spieler nach dem Derby vor der Kölner Fankurve. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln kassiert bei Borussia Mönchengladbach nicht nur eine Derby-Pleite, sondern den ersten richtigen Dämpfer der Saison. Dass dieser ausgerechnet beim Erzrivalen kommt, ist umso ärgerlicher.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Der 1. FC Köln hat in dieser Saison schon Spiele verloren. In Leipzig und gegen Stuttgart, in Dortmund und gegen die Bayern. Doch einerseits zeigt ein Blick auf die aktuelle Bundesliga-Tabelle, gegen wen der FC da verloren hat. Und andererseits konnten die Geißböcke in allen Spielen trotzdem überzeugen.

Nun hat der FC bei Borussia Mönchengladbach verloren, und nicht nur der Derby-Charakter verleiht dieser Pleite ein anderes Gefühl. Die Borussia wollte vor der Partie der Außenseiter sein. Und das, obwohl es daheim gegen den Erzrivalen ging. Die Borussia wollte den FC einlullen. Die Borussia wollte die Kölner auf dem falschen Fuß erwischen. Und genau das hat funktioniert.

Schon jetzt dürstet es nach Revanche

Erstmals in dieser Saison konnten die Geißböcke nicht überzeugen. Es war, das Erstrunden-Pokalspiel in Regensburg ausgenommen, die bis dato schwächste Saisonleistung. Das ist umso ärgerlicher, weil es in einem der für FC-Fans wichtigsten Spiele eines Jahres passiert ist. Schon jetzt dürstet es nach Revanche im Rückspiel, aber bis dahin können sich eben die Borussen feiern lassen und nicht die Geißböcke.

Eine der großen Qualitäten von Lukas Kwasniok und seiner Mannschaft war bislang, die richtigen Lehren aus Niederlagen zu ziehen – und sich dann stabil zu zeigen, wenn es darum ging, wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern. Daher könnte die Länderspielpause nun helfen, um Abstand von der Derby-Niederlage zu gewinnen und mit klarem Kopf zurückzukehren. Denn eines hat das 1:3 nicht verändert: dass der FC weiterhin einen fantastischen Saisonstart hingelegt hat.

Leverkusen schon in Sichtweite

Genau darauf muss der Fokus liegen: auf den bisher so vielen positiven Leistungen der Saison – und auf der Gewissheit, auch in den kommenden Wochen auf Augenhöhe mit nahezu jedem Gegner agieren zu können. Denn auf Augenhöhe war der FC auch am Samstag, nur eben in den entscheidenden Momenten nicht hellwach.

Frankfurt (H), Bremen (A) und St. Pauli (H) heißen die nächsten Gegner: Gegner, gegen die sich der FC etwas ausrechnen darf. Und dann geht es nach Leverkusen. Das mag zwar nur das kleine Derby oder Nachbarschaftsduell sein. Trotzdem taucht der nächste Erzrivale schon in der Ferne auf. Die FC-Fans müssen also nicht lange warten, bis die nächste Chance gegen einen rheinischen Kontrahenten kommt.

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