Ecken-Taktik für mehr Standard-Gefahr: „Outswinger“ sind beim FC in

Kölner Jubel über das Führungstor gegen den FC Bayern. (Foto: Bucco)
Kölner Jubel über das Führungstor gegen den FC Bayern. (Foto: Bucco)

Bislang hat der 1. FC Köln in der Bundesliga noch kein Tor nach einem Eckball erzielt. Nach dem Torerfolg gegen den FC Bayern hoffen die Geißböcke nun auf einen Effekt für die Liga.

Der 1. FC Köln hat sich bislang seine Tore herausgespielt. Aus dem Spiel heraus konnten die Geißböcke ihre Tore in der Bundesliga erzielen – ob aus einem Konter, aus gewonnenen zweiten Bällen oder nach einem gezielten Spielaufbau. Nur ein Eckentor war noch nicht dabei. Gegen den FC Bayern München hingegen klappte es nun im DFB-Pokal nach einer Hereingabe von Isak Johannesson.

Ragnar Ache war im Zentrum mustergültig nach oben gestiegen und hatte gegen Jonathan Tah wuchtig eingeköpft. Nicht nur dem Stürmer tat sein erster Treffer im FC-Dress gut. Auch dem FC gab dieser Erfolg nach einem ruhenden Ball ein gutes Gefühl. Denn obwohl der FC in der Bundesliga die drittmeisten Kopfballduelle gewinnt, war noch kein Erfolg nach einem ruhigen Ball dabei.

Outswinger statt Inswinger

„Dass wir nach Standards gefährlich waren, lag vor allem auch an Ragnar“, sagte Lukas Kwasniok am Freitag. Und fügte noch einen weiteren Grund an: „die Tatsache, dass sich die Jungs beim Outswinger, wie es neudeutsch heißt, etwas wohler fühlen, als beim Inswinger.“ Ungewohnte Begriffe, doch sie besagen, dass der Ball beim Outswinger weg vom Tor geschlagen wird, beim Inswinger mit Zug zum Tor.

Dass der FC sich beim „Outswinger“ wohler fühlt, liegt laut Kwasniok daran, dass „die Zielvorgabe nicht so exakt ist, sondern eine gewisse Fläche anvisiert werden soll, wo mehrere Spieler einlaufen können“, erklärte der 44-Jährige. Mit Isak Johannesson als Linksfuß und Jakub Kaminski Rechtsfuß hat der FC eigentlich zwei gefährliche Standardschützen für beide Optionen. Am Mittwoch klappte die Johannesson-Ecke mit links von der linken Seite auf Ache, der am Fünfmeterraum gelauert hatte.

Nächste Gegner auch kopfballstark

Bislang erarbeitete sich der FC pro Spiel im Schnitt vier Eckbälle und liegt damit im Mittelfeld der Statistik-Tabelle. Gegen die Bayern hatte der FC bereits nach einer Viertelstunde drei Ecken herausgeholt, die vierte führte schließlich zur Führung. Gefährlich waren diese Situationen fast alle, weil der FC die Strafraumbesetzung gut hinbekommen hatte und auch mal bei einem zweiten Ball zum Abschluss gekommen war.

Gegen den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach wollen die Geißböcke dieses Erfolgserlebnis nutzen. Doch die beiden Gegner gewinnen prozentual in der Liga die meisten Kopfballduelle. Der FC ist also gewarnt. Zumal die Geißböcke selbst zu Saisonbeginn bei Standards anfällig waren und daran arbeiten, diese Schwäche abzustellen.

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