Einzelkritik: Grusel-Halbzeit führt zu vier Fünfen – aber auch drei Zweien

Marvin Schwäbe und Said El Mala in Bremen. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Marvin Schwäbe und Said El Mala in Bremen. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Der 1. FC Köln leistet sich beim SV Werder Bremen eine schauderhafte Halbzeit. Danach wachen die Geißböcke auf. Die Noten und Zeugnisse in der Einzelkritik.

Aus dem Weserstadion berichtet Marc L. Merten

Tor & Abwehr

Marvin Schwäbe

Schwäbe wurde von seinen Vorderleuten komplett im Stich gelassen und hatte beim 0:1 keine Abwehrchance – oder hätte er rauskommen können? Konnte sich kaum einmal auszeichnen wie gegen Puertas (45.). Dann aber mit der Rettungstat des Tages gegen Schmied (49.). Hielt den FC entscheidend im Spiel.
GEISSBLOG-Note: 2,5

Sebastian Sebulonsen

Sebulonsen rückte von der rechten Schiene zurück auf die Schmied-Position. Stand dort aber auf völlig verlorenem Posten. Wacklig im Ballbesitz, schwach in den Zweikämpfen: hatte in Halbzeit eins riesige Probleme. Danach zumindest etwas stabiler als Rechtsverteidiger in der Viererkette und später sogar als rechter Innenverteidiger neben van den Berg.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Dominique Heintz

Heintz übernahm die zentrale Position in der Dreierkette, weil Martel wieder auf der Sechs agierte. Wurde dann aber zum Pechvogel und musste nach zwölf Minuten verletzt ausgewechselt werden.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Cenk Özkacar

Cenk rückte in die Dreierkette und hatte dort große Probleme. War nur selten gegen die Bremer auf Augenhöhe, lief häufig hinterher und gewann zu wenige Zweikämpfe. Dazu immer wieder mit schwachen Bällen im Aufbauspiel. Kein Bewerbungsschreiben für weitere Startelf-Einsätze.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Rav van den Berg (ab 12.)

Van den Berg kam früh für Heintz in die Partie und feierte sein Comeback nach der Schulter-OP. In Hälfte eins noch mit Justierungsproblemen, nach der Pause aber einer der stärksten Kölner. Nicht nur, weil er Lunds Fehlpass zusammen mit Schwäbe ausbügelte.
GEISSBLOG-Note: 2,5

Mittelfeld

Jan Thielmann

Weil Sebulonsen nach hinten rückte, übernahm Thielmann die rechte Schiene. Fand dort aber weder defensiv noch offensiv statt. Später als Rechtsverteidiger solide, aber auch nur, weil Bremen sehr viel schwächer wurde.
GEISSBLOG-Note: 4,5

Eric Martel

Martel spielte wieder auf der Sechs und sollte vor der Dreierkette für die nötige Stabilität sorgen. Lief viel, aber zunächst fast nur hinterher. Seine hohe Passquote war vor allem geschuldet, weil er kaum einen Ball nach vorne spielte, sondern fast nur nach hinten. Bekam eine Schusschance, zögerte aber zu lange. Ging für die Schlussoffensive vom Feld.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Isak Johannesson

Johannesson begann wie gewohnt im Zentrum, diesmal neben Martel. Doch er erwischte einen schwarzen Tag. Leistete sich unerklärliche Ballverluste, konnte seiner Spielmacher-Rolle nie gerecht werden und hatte keinerlei Ideen, was er gegen Bremen hätte anrichten sollen. Blieb zur Pause in der Kabine.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Alessio Castro-Montes

Castro-Montes feierte sein Startelf-Debüt und begann erstmals für den FC, weil Lund auf die Bank musste. Konnte seine Nominierung aber zu keiner Sekunde rechtfertigen. Hatte große Probleme auf seiner linken Seite. Klärte vor dem 0:1 zu kurz auf Stage. Sah für ein taktisches Foul die Gelbe Karte. Blieb zusammen mit Johannesson verdientermaßen in der Kabine.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Tom Krauß (ab 46.)

Kam für Johannesson und bewies, dass er sehr wohl neben Martel agieren kann. War der bessere Spieleröffner, giftig in den Zweikämpfen und defensiv wie offensiv grundsolide und mit nur wenigen Fehlern. Brachte die nötige Energie und Willen in die Partie.
GEISSBLOG-Note: 3,0

Kristoffer Lund (ab 46.)

Kam für Castro-Montes. Begann mit einem horrenden Rückpass (Schmied, 49.), fing sich dann aber und stabilisierte sich und den FC über die linke Seite. Wenn er seine Fehler abstellt, auf sehr ansehnlichem Bundesliga-Niveau. Aber beinahe hätte er eben erneut ein Gegentor verursacht.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Florian Kainz (ab 82.)

Kainz kam in der Schlussphase für Martel und sollte noch irgendwie eine Idee finden, um den Ausgleich einzuleiten. Verlässlicher Joker.
GEISSBLOG-Note: keine Note

Angriff

Jakub Kaminski

Kaminski spielte für Thielmann auf der rechten Offensivseite, rotierte später ins Mittelfeld. War der fleißigste Läufer im FC-Team, aber diesmal ohne die großen Aktionen vor dem gegnerischen Tor. Wenn El Mala links spielt, muss Kaminski seine Rolle noch finden.
GEISSBLOG-Note: 4,0

Marius Bülter

Zurück in der Startelf, aber nicht in Form: Bülter übernahm die Neun für den angeschlagenen Ache. Ließ Friedl beim 0:1 am Fünfmeterraum alleine einköpfen. Machte den Freistoß zum vermeintlichen 0:2 (VAR) durch einen technischen Fehler erst scharf. Blieb selbst ohne Torchance und hatte insgesamt an diesem Tag kein Glück.
GEISSBLOG-Note: 5,0

Said El Mala

El Mala kehrte in die Startelf zurück und wurde zum Glücksschützen für den FC. Begann mit einem schönen Dribbling und einer Großchance, die er überhastet vergab (16.). Gewann die meisten Zweikämpfe aller Kölner. Gab nie auf, auch wenn er im Dribbling immer wieder schlechte Entscheidungen traf. Legte Waldschmidt fast den Ausgleich mit toller Flanke auf. Dann mit dem finalen Kick und dem Tor zum Ausgleich. Holte am Ende sogar noch die Gelb-Rote Karte gegen Stark heraus.
GEISSBLOG-Note: 2,0

Luca Waldschmidt (ab 74.)

Kam für Özkacar und sollte für den Ausgleich sorgen. Dieser gelang ihm fast mit einer sehenswerten Direktabnahme nach El-Mala-Flanke, traf jedoch nur den Außenpfosten (88.). Trotzdem erneut als Joker ein belebendes Element.
GEISSBLOG-Note: keine Note

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
56 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete