Zurück im Stadion: Hier leidet Hübers mit dem FC – Kessler kündigt Gespräche an

Timo Hübers saß gegen Eintracht Frankfurt auf der Tribüne. (Foto: Bucco)
Timo Hübers saß gegen Eintracht Frankfurt auf der Tribüne. (Foto: Bucco)

Timo Hübers ist zurück im Stadion. Vier Wochen nach seiner schweren Knieverletzung hat der frühere Kapitän dem 1. FC Köln von der Tribüne aus die Daumen gedrückt. Thomas Kessler sprach nach dem 3:4 gegen Eintracht Frankfurt über Hübers‘ Vertragssituation.

Einen Monat ist es her, dass die gesamte Bundesliga mit Timo Hübers gelitten hat. Nun kann der Innenverteidiger zumindest auf der Tribüne wieder mit dem 1. FC Köln leiden. Beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt war Hübers erstmals nach seiner schweren Verletzung im Stadion.

Vor vier Wochen, ebenfalls in einem Samstagabend-Spiel, hatte sich der 29-Jährige bei einem Zweikampf mit Dortmunds Serhou Guirassy eine mehrfache Schädigung des rechten Knies zugezogen. Seine Kniescheibe war sichtbar luxiert, auch Bänder wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Erst Geißbockheim, dann RheinEnergieStadion

Eine genaue Diagnose veröffentlichte der Club nicht, doch Hübers soll mindestens für den Rest der Saison ausfallen. Sein Bein wird von einer Schiene stabilisiert, er muss weiterhin an Krücken gehen. Immerhin: Seit dieser Woche kann er wieder bei der Mannschaft am Geißbockheim behandelt werden, zuvor waren die FC-Physiotherapeuten zu ihm nach Hause gekommen (der GEISSBLOG berichtete).

Da Hübers wieder mobil ist, ließ er sich auch den Besuch im RheinEnergieStadion nicht nehmen. Bei der Sieben-Tore-Pleite gegen Frankfurt saß der frühere Kapitän auf der Tribüne in Müngersdorf genau hinter der FC-Bank und durchlitt wie alle Kölner Anhänger eine Gefühlsachterbahn.

Timo Hübers am Samstagabend. (Foto: Bucco)
Timo Hübers am Samstagabend. (Foto: Bucco)

Die anhaltenden Patzer in der Defensive zeigen, dass der Abwehrchef fehlt: In den drei Partien seit Hübers‘ Aus hat der FC acht Gegentreffer kassiert – zuvor elf in acht Spielen. Der Schnitt hat sich von 1,34 auf 2,67 verdoppelt. In Bremen könnte Rav van den Berg, der aufgrund seiner Schulterverletzung zwei Monate fehlte, für mehr Stabilität sorgen, allerdings droht auch der Ausfall von Joel Schmied (der GEISSBLOG berichtete).

Kessler: „Werden definitiv darüber sprechen“

Hübers wird weiterhin zuschauen müssen. „Die Knieverletzung ist sehr, sehr schwer. Er wird eine lange Zeit benötigen, auch einen steinigen Weg hinter sich legen müssen. Das werden wir gemeinsam tun“, sagte Thomas Kessler am Rande des Frankfurt-Spiels bei Sky.

Gleichzeitig kündigte der Sportdirektor an, sich mit Hübers über dessen Zukunft unterhalten zu wollen. Der Vertrag des Verteidigers läuft zum Saisonende aus. Wie nach Luca Kilians Kreuzbandrissen steht eine Verlängerung im Raum, damit sich der Spieler vollends auf seine Reha konzentrieren kann – doch die Schwere der Verletzung sorgt auch für Fragezeichen. „Timo ist ein verdienter Spieler, ist jahrelang bei uns im Club, er war letztes Jahr unser Kapitän. Wir werden mit ihm definitiv darüber sprechen“, so Kessler.

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