Zwölf Millionen für den FC – aber nur wenige Minuten für Eigengewächse

Damion Downs und Max Finkgräfe haben den 1. FC Köln im Sommer verlassen. (Foto: Bucco)
Damion Downs und Max Finkgräfe haben den 1. FC Köln im Sommer verlassen. (Foto: Bucco)

13 Profis haben den 1. FC Köln vor der Saison verlassen. Wie läuft es bei den früheren Geißböcken? Der GEISSBLOG macht den Check. Im ersten Teil zeigt sich unter anderem, dass es für die beiden Ex-FC-Talente Damion Downs und Max Finkgräfe, die zusammengerechnet zwölf Millionen Euro eingebracht haben, noch nicht wie gewünscht läuft.

Von Linda Dragovic

Damion Downs

Damion Downs hat den 1. FC Köln nach fünf Jahren verlassen und sich dem englischen Zweitligisten FC Southampton angeschlossen. Der Mittelstürmer erfüllte sich damit den Traum von einem Wechsel auf die Insel, während der FC rund acht Millionen Euro an Ablösesumme einstrich. 

Nun wartet der 21-Jährige bei seinem neuen Verein nach 248 gespielten Minuten in der Championship auf sein erstes Tor. Downs wurde an den ersten 15 Spieltagen achtmal eingewechselt, stand nur einmal in der Startelf. Erst kürzlich löschte der Deutsch-Amerikaner sein Instagram-Profil, wohl da er von der Öffentlichkeit nach einem enttäuschenden Start kritisiert worden war. So holte der Premier-League-Absteiger in 15 Spielen nur 18 Punkte und steht im unteren Mittelfeld der Tabelle auf dem 17. Platz.

Max Finkgräfe 

Auch Max Finkgräfe hat den 1. FC Köln im Sommer 2025 verlassen und sich RB Leipzig angeschlossen. Sein Vertrag beim FC lief ursprünglich bis 2026, da er diesen jedoch nicht verlängern wollte, nutzten die Kölner die letzte Möglichkeit, um noch eine Ablösesumme für ihr Eigengewächs zu generieren – rund vier Millionen Euro.  

In Leipzig wird Finkgräfe als Back-up für Nationalspieler David Raum auf der Linksverteidiger-Position eingeplant. Und genau das ist sein Problem: Kapitän Raum verpasste noch keine einzige Minute – Finkgräfe wiederum spielte noch keine einzige. Überhaupt stand er erst zweimal im Kader. Das lag auch an einer Verletzung des Innenbands im linken Knie, die er sich im September kurz vor dem Duell mit dem FC zugezogen hatte. 

Leipzigs Trainer Ole Werner sagte zuletzt: „Das ist keine ganz einfache Situation für ihn. Ich bin dennoch überzeugt, dass Max noch wichtig werden wird.“ Werner gibt dem Ex-Kölner Zeit: „Er entwickelt sich im Training Schritt für Schritt. Max ist einfach ein guter Junge und Fußballer, bei dem wir ganz bewusst einen langfristigen Plan verfolgen. Deshalb ist es auch so, dass ich für den Moment sehr zufrieden bin.“

Steffen Tigges 

Beim 1. FC Köln war Tigges seit 2022 aktiv, konnte sich jedoch nicht dauerhaft durchsetzen. Mit seinem Wechsel zum SC Paderborn suchte der Stürmer eine neue Herausforderung mit mehr Einsatzchancen. Bisher stand der 27-Jährige achtmal in der Startelf und fehlte in der 2. Bundesliga nur an einem Spieltag aufgrund einer Adduktorenverletzung.

Paderborn setzt auf Tigges als Stammkraft in der Sturmspitze. Bei seinen insgesamt zehn Einsätzen holte der SCP starke 26 von 30 möglichen Punkten – zuletzt acht Siege in Folge. In Tigges‘ persönlicher Bilanz stehen bislang zwei Tore (beide gegen Bielefeld) sowie eine Vorlage.   

Dejan Ljubicic

Dejan Ljubicic wechselte im Sommer 2025 zu Dinamo Zagreb, seinem Lieblingsverein seit Kindheitstagen. Auch er gehörte zu den Spielern, die den FC trotz des Wiederaufstiegs aus der 2. Bundesliga ablösefrei verließen. Sein Wechsel hatte sich dabei über mehrere Monate hinweg abgezeichnet, hatte Ljubicic doch schon in den Jahren zuvor immer wieder mit einem vorzeitigen Wechsel geliebäugelt. 

In Zagreb bekommt der 28-jährige Mittelfeldspieler ziemlich viele Spielminuten. So stand Ljubicic in zehn von 13 Spielen in der Startelf von Dinamo (drei Vorlagen). Der kroatische Vizemeister der Vorsaison rangiert auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Hajduk Split. Seine bisher einzigen Tore erzielte Ljubicic in der Europa League, als er am zweiten Spieltag gegen Maccabi Tel Aviv (3:1) der Matchwinner war. 

Tim Lemperle 

Tim Lemperle hat den FC im Sommer ebenfalls ablösefrei verlassen und sich der TSG Hoffenheim angeschlossen. In der Saison 2024/2025 erzielte er in der 2. Bundesliga für den 1.FC Köln zehn Tore in 25 Spielen und war wichtiger Bestandteil der Aufstiegsmannschaft. 

Währenddessen hatte Hoffenheim eine enttäuschende Saison und landete auf dem 15. Platz in der Bundesliga. Aktuell läuft es mit Rang sechs deutlich besser. Lemperle trägt dazu als Stammkraft bei, stand an acht von zehn Spieltagen in der Startelf und erzielte vier Treffer sowie eine Vorlage.

Mathias Olesen

Der gebürtige Kopenhagener wechselte nach insgesamt sechs Jahren beim FC aus Köln zum Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Der Verein schwärmt beim luxemburgischen Nationalspieler vor allem von seiner laufstarken und robusten Spielweise.

Im Trainerteam um Thomas Kleine ist Olesen dabei gesetzt, stand an neun von zwölf Spieltagen jeweils in der Startelf. Aktuell wirkt es, als warte auf Olesen & Co. eine Saison im Abstiegskampf. Fürth ist in der 2. Liga Tabellen-14., hat nur drei Punkte Vorsprung auf Platz 16.

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