Schneller Schienenspieler: Schalker Shootingstar im FC-Visier?

Vitalie Becker im Trikot des FC Schalke 04. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Vitalie Becker im Trikot des FC Schalke 04. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Der 1. FC Köln sucht akut Verstärkungen für seinen Kader, blickt aber auch schon auf den Sommer. Nun ist offenbar Vitalie Becker vom FC Schalke 04 ins Visier der Geißböcke geraten.

Der 1. FC Köln will im Januar mindestens einen Spieler verpflichten. Die Geißböcke suchen akut einen Innenverteidiger. Darüber hinaus hat die bisherige Hinrunde gezeigt, dass auch auf den Schienen Bedarf herrschen könnte – insbesondere links. Dazu passt nun ein Gerücht, wonach sich der FC mit Vitalie Becker vom FC Schalke 04 beschäftigen soll.

Der 20-Jährige (wird im März 21) spielt seine erste Zweitliga-Saison für die Königsblauen und hat sich dort seit Saisonbeginn zum Stammspieler entwickelt (16 Startelf-Einsätze). Der deutsche U20-Nationalspieler spielt im Schalker System mit Dreierkette auf der linken Schiene, also auf der Position von Kristoffer Lund und Alessio Castro-Montes.

Berater bestätigt Anfragen aus Russland

Auf dieser Position sieht der FC aktuell durchaus Bedarf, weil Lund in einem Formtief steckt und Castro-Montes die Erwartungen bislang nicht erfüllen konnte. Zudem kann der Belgier auch auf der rechten Seite eingesetzt werden. Becker könnte für die Geißböcke also interessant werden. Laut des russischen Portals Football24.ru ist Köln ein Interessent, ebenso mehrere russische Erstligisten, weil Becker russische Wurzeln hat.

„Ja, das stimmt. Er spricht Russisch, und dank seiner Wurzeln ist ein Transfer in die RPL möglich. Viele Agenten aus Russland haben angerufen und berichtet, dass großes Interesse an Vitalie seitens der RPL besteht“, teilte Beckers Agentur PN Sports Consulting laut Medienbericht mit. Beim FC Schalke 04 besitzt Becker noch einen Vertrag bis 2027, ist inzwischen drei Millionen Euro wert und soll eigentlich verlängern. Nun bringen sich mehrere Clubs in Stellung, um Becker Avancen zu machen.

Becker ist ein Schalker Eigengewächs

Auf dem Papier könnte Becker für den FC durchaus ein Kandidat sein. Mit rund 35 km/h bringt der Linksfuß das nötige Tempo mit, um in der Bundesliga als Schienenspieler bestehen zu können. Zudem konnte er in den 16 Zweitliga-Spielen zeigen, dass er zu den laufintensivsten Spielern der Liga gehört (7.-meiste Sprints, 23.-meiste intensive Läufe). Auch unter den Zweikämpfern gehört Becker auf Schalke zu den Besten und hat in seinem Team bislang die meisten Flanken geschlagen.

Klar ist aber auch: Schalke will als Tabellenführer und Herbstmeister in die Bundesliga zurückkehren. Becker soll Teil des Teams sein, welches sich langfristig wieder mit S04 in Liga eins etablieren soll. Das Eigengewächs (spielt seit dem achten Lebensjahr für Schalke) hat eine enge Bindung zum Club. So will Schalke mit Becker am liebsten zeitnah verlängern. Nur wenn dies nicht gelingen sollte, könnte ein Transfer – wohl erst im Sommer – eine Option werden, um noch eine Ablöse zu generieren.

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