Durch die Leihe von Jusuf Gazibegovic zu Sturm Graz wird beim 1. FC Köln ein Kaderplatz frei. Die Verantwortlichen halten die Augen nach einem weiteren Schienenspieler offen, doch der von Lukas Kwasniok gelobte Cenny Neumann hat offenbar gute Chancen, sich die Stelle dauerhaft zu sichern.
Die Positionen, für die der 1. FC Köln im Winter vorrangig nach Verstärkungen sucht, liegen auf der Hand. Vor allem in der Innenverteidigung, wo die Personaldecke aufgrund des großen Verletzungspechs in den vergangenen Monaten immer wieder dünn war, und auch auf den Schienen ist Nachschub möglich – und zwar am besten noch vor oder während des Trainingslagers, wie Vizepräsident Jörg Alvermann zuletzt erklärte (der GEISSBLOG berichtete).
Dass kurzfristig ein klassischer Rechtsverteidiger aufschlägt, darf dabei bezweifelt werden. Schließlich hat Lukas Kwasniok bereits vor dem abschließenden 0:1 gegen Union Berlin angekündigt, auf dieser Position Cenny Neumann testen zu wollen. Die Vorbereitung werde zeigen, ob der FC nachlegen muss. „Cenny Neumann macht echt einen guten Eindruck“, sagte Kwasniok. Der Kölner Coach will dem 18-Jährigen offenbar Raum zur Entfaltung geben, ihn „genauer unter die Lupe nehmen und dann entscheiden, in welche Richtung es geht“.
Neumanns Chance in La Nucia
Sollte Neumann im spanischen La Nucia, wo sich der FC vom 2. bis zum 9. Januar auf die zweite Saisonhälfte vorbereitet, überzeugen, könnte er einen zusätzlichen Transfer für die rechte Seite verhindern. Ungeachtet dessen, dass dem Kwasniok-Team zumindest eine weitere Alternative für die Innenverteidigung, wo Joel Schmied einen Rückschlag erlitten hat und noch ausfallen wird, gut zu Gesicht stehen würde.
Die Notwendigkeit, eine Soforthilfe speziell für die rechte Seite zu verpflichten, sieht Kwasniok auch deswegen nicht, weil Sebastian Sebulonsen nicht als verletzungsanfällig gilt. Deswegen müsse man „nicht zwangsläufig jemanden holen, der vom ersten Tag an da sein muss“. Erst recht nicht, wenn sich der positive Eindruck von Neumann bestätigt.
Er spielt sehr erwachsen für sein junges Alter, macht sehr wenige Fehler.
Evangelos Sbonias über cenny Neumann
Was Neumann auszeichnet, erklärt U21-Trainer Evangelos Sbonias im Gespräch mit dem GEISSBLOG: „Er spielt sehr erwachsen für sein junges Alter, macht sehr wenige Fehler, kann gute Intensitäten gehen, ist klar in seinem Spiel und setzt Anweisungen von außen sehr schnell um. Cenny ist für sein Alter schon sehr weit.“
Bisher hat Sbonias von diesen Vorzügen profitiert. Neumann, im Sommer zunächst verletzt von RB Leipzig ans Geißbockheim gewechselt, konnte sich nach seiner Rückkehr rasch für Einsätze in der Regionalliga West empfehlen. „Als er dann fit war, hat man im Training sehr schnell gesehen, dass er gut adaptieren kann“, so Sbonias. Nun klopft Neumann nach neun U21-Spielen bereits oben an. Der Zugang auf der rechten Schiene könnte also ein interner sein.








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