„Sensationell! Krass!“ Diese Statistik lässt Kwasniok jubeln

Der FC kann mit einem Heimsieg auf 18 Punkte stellen. (Foto: Bucco)
Der FC kann mit einem Heimsieg auf 18 Punkte stellen. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln empfängt am Samstag den FC St. Pauli. Eine Statistik lässt Lukas Kwasniok hoffen, dass es gegen die Truppe vom Millerntor mit einem Heimsieg klappt.

Zwanzig Gegentore, zwölf nach Standards: Diese Statistik kennt beim 1. FC Köln inzwischen jeder. Die Probleme bei den ruhenden Bällen hat Lukas Kwasniok vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli anschaulich mit dem Unwillen von Schülern im Chemieunterricht erklärt. Doch der 44-Jährige sieht auch etwas Positives in den zwölf Gegentoren.

„Wir haben insgesamt eine extrem gute Verteidigungsmentalität. Um die Standardthematik wissen wir alle, aber wir haben nur acht Gegentore aus dem Spiel heraus bekommen“, sagte Kwasniok am Donnerstag. „Das ist für einen Aufsteiger sensationell. Acht Gegentore nach zwölf Spielen sind krass. Das zeigt, dass die Jungs gewillt sind, Dinge umzusetzen.“

FC lässt sich selten auseinander spielen

Tatsächlich liegt der FC mit diesem Wert im oberen Tabellendrittel. Überhaupt hat der FC fast passend zum Tabellenplatz (10.) mit den elftmeisten Gegentoren der Liga ein solides Fundament errichtet und weiß: Ohne die Standard-Gegentore würde es tabellarisch und in Sachen Punkteausbeute noch einmal besser aussehen.

Die Zuversicht, aus dem Spiel heraus kaum zu knacken zu sein, verhilft den Geißböcken auch gegen spielstarke Mannschaften zum nötigen Selbstvertrauen, sich auch nach vorne etwas zuzutrauen. Zwar hatte der FC in Bremen zuletzt eine Halbzeit lang nicht gut verteidigt. Dennoch war auch bei Werder das Gegentor erst nach einem Eckball gefallen.

Die Jungs müssen Gefallen daran finden

Lukas Kwasniok

Kwasniok machte wiederum auch klar, was den Geißböcken bei Standards fehlt: die finale Gier, jeden Eckball, jeden Freistoß zu verteidigen und sich dabei immer wieder aufs Neue auf die Aufgaben zu konzentrieren – auch, wenn es keinen Spaß mache. „Es war doch in der Schule immer so: Wenn du etwas nicht gemocht hast, dann warst du nicht gut darin.“ Also müsse das Trainerteam es nun schaffen, „dass die Jungs Gefallen daran finden“.

Die gute Nachricht: Standardtraining gilt in der Regel als die leichtere Disziplin im Vergleich zum Verteidigen aus dem Spiel heraus. Der FC setzt daher auf eine „chemische Reaktion“, wie es Kwasniok ausdrückte, bei den Spielern. Wenn der Knoten einmal geplatzt sei, werde es besser. Und das möglichst schon am Samstag gegen den FC St. Pauli.

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