Auch in Heidenheim kein Sieg! Joker El Mala rettet dem FC einen Zähler

Said El Mala hat gegen Heidenheim sein siebtes Saisontor erzielt. (Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel)
Said El Mala hat gegen Heidenheim sein siebtes Saisontor erzielt. (Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel)

Beim Tabellenvorletzten 1. FC Heidenheim ist der 1. FC Köln nicht über ein 2:2 (1:2)-Unentschieden hinausgekommen. Beim siebten sieglosen Spiel in Folge rettete Said El Mala als Joker immerhin einen Punkt.

Aus der Voith-Arena in Heidenheim berichtet Marc L. Merten

Pünktlich als die beiden Mannschaften am Samstagnachmittag im Stadion in Heidenheim angekommen waren, intensivierte sich bei eisigen Temperaturen auch der Schneefall. Zahlreiche Helfer hielten sich bereit, um den Rasen von den Schneeflocken zu befreien. Keine einfache Umstellung für die FC-Profis, die einen Tag zuvor noch bei strahlendem Sonnenschein und 15 Grad ihr Abschlusstraining an der spanischen Costa Blanca absolviert hatten.

Tore und Highlights

15. Minute: Der 1. FC Heidenheim war in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft, die ersten Chancen hatte jedoch der FC. Erst scheiterte Ragnar Ache aus kurzer Distanz an Diant Ramaj (9.), dann parierte der Keeper bärenstark gegen Kaminski, der aus zehn Metern abzog. Dann jedoch der Schock: Nach einem unnötig hergeschenkten Einwurf flankte Schöppner in die Mitte, wo Marvin Pieringer per Fallrückzieher gegen Eric Martel das 1:0 für die Gastgeber erzielte. Ein echtes Traumtor mit einer errechneten Erfolgs-Wahrscheinlichkeit von 3,8 Prozent!

18. Minute: Die Antwort des FC ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach einer scharfen Flanke von Alessio Castro-Montes kam Martel gegen Föhrenbach mit dem Hinterkopf an den Ball und versenkte die Kugel ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich. Bitter jedoch: Nur wenige Augenblicke später sah der Torschütze seine fünfte Gelbe Karte und wird damit das Duell am Mittwoch gegen den FC Bayern München verpassen. Der nächste Abwehr-Ausfall für Lukas Kwasniok!

Die Heidenheimer konnten es nach dem Fallrückzieher-Tor von Marvin Pieringer selbst kaum glauben. (Foto: IMAGO / Eibner)

26. Minute: Das nächste Standard-Gegentor war für den FC allerdings auch in Heidenheim nur eine Frage der Zeit. Nach einer Ecke konnte Schwäbe einen von Krauß abgefälschten Abschluss durch Ibrahimović noch parieren. Gegen den Nachschuss von Niehues war der Schlussmann dann jedoch machtlos. Zwar wurde der Schuss vor der Linie noch geblockt, von Debütant Simpson-Pusey prallte der Ball dann jedoch über die Linie – das 1:2 aus FC-Sicht. Ärgerlich dabei: Die Ecke hätte es eigentlich nicht geben dürfen, da Dorsch zuvor Castro-Montes mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen hatte. Zudem waren die Kölner bei der Ecke noch in Unterzahl, da der Belgier abseits des Platzes behandelt wurde.

45. +1 Minute: In der Folge drückte Heidenheim auf das dritte Tor und hatte durch Föhrenbach (31.) und Conteh (36.) gute Chancen, den FC noch im ersten Durchgang tiefer in die Krise zu schicken. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätte Simpson-Pusey dann aber beinahe den Ausgleich erzielt: Nach einer Ecke scheiterte der Neuzugang erst per Kopf an Ramaj und dann per Fuß am kurz vor der Linie klärenden Mainka. So ging es für den FC mit dem knappen Rückstand in die Pause.

48. Minute: Kwasniok reagierte und brachte zur zweiten Halbzeit Said El Mala für Denis Huseinbasic. Und der Kölner Top-Scorer brauchte gerade einmal zweieinhalb Minuten, um seine Brillanz wieder unter Beweis zu stellen. Castro-Montes fing einen schwachen Pass von Niehues ab und spielte sofort in den Lauf des 19-Jährigen. In seiner unnachahmlichen Art schlug El Mala einen Haken und zog aus 16 Metern halblinker Position ab. Von Mainka leicht abgefälscht schlug der Ball unhaltbar zum 2:2 im Heidenheimer Tor ein.

64. Minute: Nach dem erneuten Ausgleich hatte der FC in der Folge die besseren Chancen auf das dritte Tor. Alleine Kaminski hätte die Kölner gleich zweimal in Führung schießen können, legte den Ball aber zweimal knapp am Pfosten vorbei (54./62.). Dann vergab Ache die Riesengelegenheit auf sein zweites Saisontor, als er völlig freistehend nach einer Flanke von Martel an Ramaj scheiterte.

91. Minute: Bis zur Schlussphase wurden die Heidenheimer wieder aktiver, der FC hatte zunehmend Probleme, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Kurz vor dem Ende hatte El Mala jedoch noch einmal die Chance auf den Siegtreffer. Aus ähnlicher Position wie beim Ausgleich verzog der Angreifer diesmal jedoch (86.). In der Nachspielzeit scheiterte dann einmal mehr Ragnar Ache am bärenstarken Ramaj nach Flanke von Bülter, als er den Ball am langen Pfosten nicht am Keeper vorbeibrachte. So blieb es letztlich beim Unentschieden, das dem FC sicherlich mehr hilft als den Heidenheimern.

Personal

So spielte der FC: Schwäbe – Sebulonsen, Martel, Simpson-Pusey – Thielmann (75. Bülter), Huseinbasic (46. El Mala), Krauß, Castro-Montes (75. Lund) – Schenten (62. Maina), Ache (92. Niang), Kaminski

Zur Aufstellung: Nachdem Lukas Kwasniok schon mit seiner Kader-Entscheidung überrascht und Luca Waldschmidt sowie Florian Kainz zuhause gelassen hatte, war auch die Startelf eine echte Überraschung. Nach nur vier Trainingseinheiten schmiss der Trainer Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey ins kalte Wasser. Trotz fünf Ausfällen in der Innenverteidigung saß Cenk Özkacar nur auf dem Bank. Eine echte Ohrfeige für den Sommer-Neuzugang! Zudem feierte U19-Stürmer Fynn Schenten sein Bundesliga-Debüt. Der 18-Jährige stürmte neben Ragnar Ache. Dafür saß Top-Scorer Said El Mala erneut nur auf der Bank. Ebenfalls beginnen durfte Alessio Castro-Montes, der im Trainingslager in Spanien einen guten Eindruck hinterlassen hatte.

Fazit

Wieder einmal hat der 1. FC Köln einen Geniestreich von Said El Mala gebraucht, um beim Tabellenvorletzten aus Heidenheim nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Wie schon gegen Werder Bremen und den FC St. Pauli war es der Shootingstar, der mit seinem Treffer zum 2:2 immerhin einen Zähler sicherte. In einem Spiel mit Chancen auf beiden Seiten ging am Ende keine Mannschaft mehr das ganz große Risiko ein, auch wenn der FC mit seinen Möglichkeiten in der Schlussphase etwas näher dran war am Sieg. Trainer Lukas Kwasniok wirkt derweil zunehmend ratlos, auch seine überraschende wie mutige Startaufstellung mit zwei Debütanten brachte in Heidenheim nicht erhoffte Wende. Inzwischen ist der Bundesliga-Aufsteiger seit sieben Spielen in Folge sieglos – und ausgerechnet jetzt kommt der FC Bayern München nach Müngersdorf. Immerhin: Auch der 1. FSV Mainz 05 und der Hamburger SV konnten am Samstag nicht gewinnen

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