Fan-Plakat gegen Kwasniok: FC will Gespräch mit Ultras suchen

"Kwasni Yok" stand auf dem Plakat am Samstag in Heidenheim. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)
"Kwasni Yok" stand auf dem Plakat am Samstag in Heidenheim. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports International)

Beim Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim (2:2) haben sich die Ultras der Geißböcke gegen Lukas Kwasniok gewandt. Der Cheftrainer steht in der Kritik. Der Club will das Gespräch mit den Fans suchen.

Aus Heidenheim berichtet Marc L. Merten

Sportlich hat der 1. FC Köln beim 1. FC Heidenheim das Minimalziel erreicht und das Bundesliga-Spiel beim Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt nicht verloren. Ein Sieg wäre drin gewesen, jedoch blieben die Geißböcke im Torabschluss zu inkonsequent. Doch selbst ein Sieg hätte offenbar dieses Plakat nicht verhindert.

„Kwasni Yok“ stand auf einem Banner, das die „Wilde Horde“ im Gästeblock aufhängte. Das Wortspiel mit dem Namen des FC-Trainers führte durch das türkische „Yok“ (bedeutet auf Deutsch „gibt nicht“ oder „nein“) zu einer Ablehnung gegen Lukas Kwasniok – indirekt also eine Forderung, dass sich der FC von dem 44-Jährigen trennen solle.

Das sagt Kwasniok zum Plakat

Welche Hintergründe das Plakat zu diesem Zeitpunkt hat, will der FC nun in einem Gespräch mit den Ultras erörtern. Kwasniok selbst versuchte die Forderung der Ultras auf der Pressekonferenz nach dem Spiel klein zu halten. „Ich habe es während des Spiels nicht wahrgenommen, wurde aber anschließend darüber informiert“, sagte der Trainer. „Ich kann kein Türkisch, musste es mir übersetzen lassen. Jetzt weiß ich nicht, warum und weswegen, aber ich nehme es zur Kenntnis.“

Kwasniok bestätigte daraufhin, dass der FC nun „versucht in die Kommunikation zu treten, was da genau Thema ist“. Er sei aber nicht gänzlich überrascht, denn auch „das ist der 1. FC Köln: Da ist alles etwas dynamischer.“ Er selbst wolle „mit Leistung und Punkten vorangehen“. In dieser Hinsicht habe er in Heidenheim eine leidenschaftliche Leistung seiner Mannschaft gesehen. „Es ist beachtlich zu sehen, was die Jungs bereit sind abzuarbeiten.“

FC denkt nicht an Trainerwechsel

Und weiter: „Für mich ist eines wichtig: die Leistung auf dem Platz. Und da habe ich hier eine Einheit aus Trainerteam und Mannschaft gesehen. Das ist das, was ich beeinflussen kann. Deswegen hoffe ich, dass wir als nächstes die Bayern ärgern können.“ Nach GEISSBLOG-Informationen denkt der 1. FC Köln aktuell nicht über einen Trainerwechsel nach. Das erste Fazit nach der Winterpause soll nach den beiden Heimspielen in der Englischen Woche gegen den FC Bayern und den 1. FSV Mainz 05 gezogen werden.

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