Nach „schlechter Hinrunde in Köln“: FC-Abgang kehrt mit „Liebe“ zurück

Zurück bei Sturm Graz: Jusuf Gazibegovic mit Trainer Fabio Ingolitsch. (Foto: IMAGO / GEPA pictures)
Zurück bei Sturm Graz: Jusuf Gazibegovic mit Trainer Fabio Ingolitsch. (Foto: IMAGO / GEPA pictures)

Nicht nur der 1. FC Köln stand am Freitag erstmals wieder auf dem Rasen, sondern auch der bislang einzige Winter-Abgang der Geißböcke: Jusuf Gazibegovic hat mit Sturm Graz die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte aufgenommen und einen warmen Empfang erlebt.

An alter Wirkungsstätte will er zu alter Stärke finden: Nach einer Hinserie mit lediglich 22 Bundesliga-Minuten ist Jusuf Gazibegovic leihweise zu Sturm Graz zurückgekehrt. Der Urlaub des Rechtsverteidigers war genauso lang wie jener des 1. FC Köln; obwohl die österreichische Bundesliga erst Anfang Februar fortgesetzt wird, ist der noch amtierende Meister bereits am Freitag wieder ins Training eingestiegen.

Die Grazer starteten als erster Bundesligist ins neue Fußballjahr – womöglich um Trainer Fabio Ingolitsch, der zum 1. Januar vom SCR Altach zu Sturm gewechselt ist, möglichst viel Zeit mit der Mannschaft zu geben. Der gefeierte Mann beim Auftakt war jedoch nicht der neue Chefcoach, sondern Rückkehrer Gazibegovic, der viel Applaus von den anwesenden Fans erhielt.

Gazibegovics Vorfreude

„Er hat sich das verdient“, sagte Ingolitsch anschließend gegenüber dem Kurier und brachte damit zum Ausdruck, dass er um Gazibegovics Rolle als Grazer Publikumsliebling weiß. Vor seinem Wechsel nach Köln im Januar 2025 hatte der gebürtige Salzburger 177 Pflichtspiele für Sturm bestritten, als absoluter Leistungsträger am Gewinn zweier Meistertitel und Pokale mitgewirkt, zudem einige Traumtore erzielt.

Ich habe hier immer sehr viel Liebe bekommen. Ich freue mich vor allem auf unsere tollen Fans.

Jusuf Gazibegovic

Nach einem schwierigen Jahr beim FC, wo er schon unter seinem früheren Förderer Gerhard Struber nicht wirklich überzeugen konnte und unter Lukas Kwasniok zum Bankdrücker avancierte, will Gazibegovic nun in seiner Wohlfühloase wieder in die Spur finden. „Ich habe nach der schlechten Hinrunde in Köln etwas gesucht, wo ich mich zuhause fühle, das ist hier der Fall, ich musste nicht überlegen“, erklärte er nach dem ersten Training dem Kurier.

Auch die Zuneigung des Anhangs zog ihn zurück zu Sturm. „Ich habe hier immer sehr viel Liebe bekommen. Ich freue mich vor allem auf unsere tollen Fans“, sagte Gazibegovic, der sogar im vergangenen Sommer bei einem Testspiel mit dem FC gegen Leicester City in Graz vom Publikum gefeiert wurde.

Gazibegovic will mit Ingolitsch „wachsen“

Dass mit Ingolitsch ein neuer Mann an der Seitenlinie steht, dürfte kein Nachteil für den Leih-Rückkehrer sein – zumal Gazibegovic den 33-Jährigen noch aus Lieferinger Zeiten kennt. „Er hat sich die Chance erarbeitet und er will wie wir auch wachsen“, so der Außenverteidiger über den jüngsten Coach der Vereinsgeschichte, der die Grazer womöglich doch noch zum dritten Meistertitel in Folge führen soll.

Nach zwischenzeitlicher Tabellenführung sind die „Blackies“ vor der Winterpause auf Rang drei abgerutscht, mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Salzburg und als schwächstes Heimteam der gesamten Liga. Gazibegovic will helfen, das zu korrigieren, und selbst wieder Fahrt aufnehmen. Wie es dann im Sommer für ihn weitergeht, ist völlig offen. Sein FC-Vertrag läuft noch langfristig bis 2028.

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