Noch keine Kessler-Einigung: „Schwerpunkt liegt auf Kaderplanung“

Thomas Kessler am Dienstag in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)
Thomas Kessler am Dienstag in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)

Wann verlängert der 1. FC Köln mit Philipp Türoff und Thomas Kessler? Nun hat Vizepräsident Ulf Sobek den Stand kommentiert – und dabei eine Hintertür bei Sportdirektor Kessler offen gelassen.

Der GEISSBLOG berichtet aus dem Trainingslager in La Nucia

Seit Samstagnachmittag weilte Ulf Sobek im Trainingslager des 1. FC Köln in La Nucia. Am Dienstagabend reiste der Vizepräsident zurück nach Köln, weil dort am Mittwoch Gespräche über eine Assistenzstelle des neuen Vorstands anstehen. Sobek suchte in Spanien den Austausch mit dem Führungspersonal, insbesondere mit Sportdirektor Thomas Kessler und Cheftrainer Lukas Kwasniok.

Darüber hinaus äußerte er sich nun in einem Interview mit dem Express zum Stand der Verhandlungen mit Sportchef Kessler und Finanz-Geschäftsführer Philipp Türoff. Während es längst ein offenes Geheimnis ist, dass die Gespräche mit Türoff praktisch abgeschlossen sind, stellten sich die Verhandlungen mit Kessler zuletzt als hartnäckiger heraus als ursprünglich gedacht.

Türoff-Deal praktisch fix

„Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit von Philipp Türoff“, sagte Sobek. Es sei das Ziel, mit Türoff „möglichst langfristig zusammenzuarbeiten. Er hält den Laden extrem gut zusammen. Er bringt durch seine Erfahrung Seniorität in eine recht junge Geschäftsleitung mit ein. Er arbeitet sich immer stärker in die Fußballbranche rein und hat viel dazugelernt. Das ist extrem angenehm.“

Ulf Sobek und Thomas Kessler in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)
Ulf Sobek und Thomas Kessler in La Nucia. (Foto: GEISSBLOG)

Türoff soll bis 2028 verlängern, so lange läuft auch der Vertrag von Marketing-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld. Auch Kessler soll eigentlich bis 2028 verlängern und aus der Geschäftsleitung in die Geschäftsführung aufsteigen. So weit wie bei Türoff sind die Gespräche mit dem 39-Jährigen aber noch nicht. „Wir sind in einem guten Austausch. Im Augenblick liegt der absolute Schwerpunkt auf der Kaderplanung für die zweite Halbserie“, sagte Sobek.

Theoretisch natürlich ja…

Ulf Sobek über eine Alternative zu Thomas Kessler

Weitere Wasserstandsmeldungen wollte der Vizepräsident nicht abgeben. Auch die Nachfrage, ob Kessler denn letztlich doch neuer Sport-Geschäftsführer werde, wollte Sobek nicht vollends beantworten. „Genau dazu befinden wir uns in den eben genannten Gesprächen.“ Und ob die Position auch ein anderer Kandidat als Kessler übernehmen könnte, sagte Sobek: „Theoretisch natürlich ja. Die Frage stellt sich aber derzeit nicht.“

Die Aussagen deuten darauf hin, dass noch immer ein Weg zu gehen ist in den Verhandlungen zwischen dem Vorstand und dem Sportdirektor. Dies überrascht insofern, als dass das neue Präsidium die Beförderung des 39-Jährigen als Wahlkampf-Versprechen abgegeben hatte und möglichst noch vor Weihnachten umsetzen wollte. Während der Türoff-Verlängerung keine Hürden mehr im Weg stehen, sind bei Kessler offenbar weiterhin einige Meter mehr zu gehen.

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