Jetzt macht Brighton & Hove Albion Druck: Im Poker um Said El Mala haben die Briten ihr Angebot auf knapp 30 Millionen Euro erhöht. Der 1. FC Köln hat aber andere Vorstellungen.
Was immer der frischgebackene Geschäftsführer Sport Thomas Kessler auch für die kommende Transferperiode planen mag – eine Personalie auf der Abgabeseite kommt dabei entscheidende Bedeutung zu: Wie viel Geld kann der 1. FC Köln für seinen Shootingstar Said El Mala erzielen? Der Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion hat ein neues Angebot vorgelegt und drängt auf einen schnellen Transferabschluss.
Es ist längst kein Geheimnis mehr: Der englische Club Brighton & Hove Albion mit dem deutschen Trainer Fabian Hürzeler will El Mala um jeden Preis verpflichten. Schon im Sommer buhlten die Briten um den Shootingstar des 1. FC Köln, zu diesem Zeitpunkt war sein Stern in der Bundesliga noch gar nicht aufgegangen.
Jetzt berichtet die Sportbild, dass Brighton nachgelegt hat und den Transfer möglichst schnell in trockene Tücher bringen will. Nachdem die Engländer im Sommer bereits inklusive Boni bis zu 20 Millionen Euro geboten hatten, liegt nun ein deutlich verbessertes, schriftliches Angebot auf dem Tisch: knapp 30 Millionen Euro plus Boni. In der Kölner Führungsetage wurde die Offerte dem Vernehmen nach zwar diskutiert, doch schnell abgesagt. Trotzdem bleibt der Deal auf Wiedervorlage.
Said El Mala: Kessler vor schwieriger Entscheidung
Für Sportchef Kessler ist es ein schwieriges Abwägen. Zwar ist El Malas Marktwert in den letzten Monaten exponentiell gestiegen, doch durch eine mögliche WM-Teilnahme mit der deutschen Nationalmannschaft ist in diesem Transfer viel Musik drin. Jeder Treffer macht El Mala teurer, und die Verantwortlichen am Geißbockheim können im Sommer auf ein Wettbieten hoffen.
Es könnte aber auch anders kommen. FC-Coach Lukas Kwasniok gab zuletzt zu, dass El Mala in einem ersten Tief hängt. In den vergangenen Spielen konnte er sich nur selten auszeichnen. Sollte dies so weitergehen oder sich der 19-Jährige gar verletzen, würde sein Wert wieder sinken. Kessler aber braucht womöglich die Einnahmen, um die Kaufoptionen der Leihspieler zu finanzieren und den Umbau des Kaders voranzutreiben.

Brighton bietet auch für Malek El Mala
Laut dem Bericht soll sich El Mala selbst klar für einen Wechsel positioniert haben. Offenbar gefällt ihm das Konzept von Hürzeler und Brighton. Dabei dachte der Publikumsliebling, der in Köln noch bis 2030 unter Vertrag steht und über keine Ausstiegsklausel verfügt, im vergangenen Sommer noch nicht an einen Wechsel. Die Aussicht, in der stärksten Liga der Welt eine tragende Rolle zu spielen, scheint das jedoch geändert zu haben. Brighton lockt ihn mit einem Fixgehalt von rund 15 Millionen Euro auf fünf Jahre. Derzeit verdient El Mala beim FC 1,5 Millionen Euro pro Saison.
Um El Mala den Wechsel schmackhaft zu machen, bietet Brighton übrigens auch für seinen Bruder Malek. Der 20-jährige Mittelstürmer aus der Kölner U21 gilt ebenfalls als großes Talent und soll behutsam über die britische Nachwuchsliga aufgebaut werden. Auch dieses Angebot lehnte der 1. FC Köln zunächst ab. Für die Brüder, die immer zusammen gespielt haben und sich in Köln eine Wohnung teilen, wäre dies jedoch ein großes Argument für die Seagulls.








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