Cenk Özkacar gehört in diesem Kalenderjahr zum Stammpersonal des 1. FC Köln. Der Innenverteidiger hat sich seinen Platz in der Mannschaft erkämpft. Ein durchaus langer Weg für die Leihgabe des FC Valencia.
Der Jahresstart dürfte für Cenk Özkacar noch eine herbe Enttäuschung gewesen sein. Beim 2:2 gegen den FC Heidenheim saß der Abwehrspieler 90 Minuten lang auf der Bank. Und das, obwohl er der einzig verbliebene fitte und im Saft stehende Innenverteidiger im Kader des 1. FC Köln war. Doch statt die Leihgabe des FC Valencia einzusetzen, schmiss Trainer Lukas Kwasniok den erst wenige Tage zuvor verpflichteten und ohne Spielpraxis zum FC gewechselten Jahmai Simpson-Pusey ins kalte Wasser. Zudem spielten Eric Martel und Sebastian Sebulonsen in der Voith-Arena.
Seitdem hat sich jedoch einiges für den 25-Jährigen getan. Schon im folgenden Spiel gegen den FC Bayern München durfte Özkacar über 90 Minuten ran. Es folgten fünf weitere Startelf-Einsätze in diesem Kalenderjahr. Einzig gegen den SC Freiburg musste der Türke noch einmal über die volle Distanz zusehen. Von den „Ganzkörperkrämpfen“, die Kwasniok einst bei Özkacar als Grund für die fehlenden Einsätze angeführt hatte, scheint der Innenverteidiger inzwischen meilenweit entfernt zu sein.
Özkacar spielt sich in der Startelf fest
Inzwischen strahlt der Sommer-Neuzugang eine gewisse Ruhe aus, hat pro Spiel im Schnitt 71 Prozent gelungene Aktionen. „Die Innenverteidiger-Situation war sehr speziell, und wenn ein Spieler eine Chance bekommt und sie nutzt, bleibt er in der Regel in der Startelf“, erklärte Lukas Kwasniok vor dem Spiel beim FC Augsburg die inzwischen vier Startelf-Einsätze in Folge des Spielers.
Dabei führte der Trainer aus: „Was Cenk uns gibt, ist Vollgas. Er hat schon viele Stationen hinter sich, musste schon Gras fressen, ist ein Vorbild für Einsatz, Bereitschaft, Haltung.“ Nach seinem Wechsel zu Olympique Lyon im Sommer 2020 ist der FC inzwischen schon seine vierte Station im Profi-Fußball. Nachhaltig durchsetzen konnte sich Özkacar bislang nirgendwo. Nach einer schwierigen Hinrunde soll das in Köln nun anders werden. Dabei lobte Kwasniok insbesondere den körperlichen Zustand des neunfachen türkischen Nationalspielers. „Es ist echt unverschämt, wenn der sein T-Shirt auszieht. Er ist eine unheimliche Maschine. Ein einziger Muskel.“
Muss die Leihgabe für eine andere wieder weichen?
Özkacar selbst ist dabei freilich „sehr glücklich, dass ich die letzten Spiele so viel auf dem Platz stand“, wie der Abwehrspieler nun in einem Interview auf der FC-Homepage selbst sagte. Allerdings nicht für ihn persönlich, „sondern weil ich dem Team helfen konnte. Es hilft mir natürlich, auf dem Platz zu stehen. Ich merke, dass ich selbstbewusster werde und hoffe, dass ich mich durch meine harte Arbeit für weitere Einsätze empfehlen kann.“
Kwasniok allerdings ließ auch durchblicken, dass auch Özkacar trotz seiner guten Leistungen durch die Rückkehrer wieder um seinen Platz kämpfen müsse. „Jetzt kommt Jahmai zurück, der eine gewisse Qualität mitbringt“, sagte der Trainer. Allerdings: Beim FC geht in diesem Jahr mit jedem Rückkehrer zumeist auch ein weiterer Ausfall einher. Nun hat es erneut Joel Schmied erwischt. Auch Sebastian Sebulonsen, der Özkacar in dieser Saison auch schon in der Innenverteidigung vorgezogen wurde, fällt aus. Sofern Kwasniok also nicht auf eine Viererkette mit Simpson-Pusey und van den Berg umschwenkt, dürfte der 25-Jährige seinen Platz zumindest kurzfristig weiterhin sicher haben.








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