Viel Druck, aber auch warme Worte für Lukas Kwasniok. Sportchef Thomas Kessler hat nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund lobend hervorgehoben, wie der Trainer seine Mannschaft trotz des Rückstands und der Roten Karte für Jahmai Simpson-Pusey auf Kurs gehalten hat.
Der Bundesliga-Sonntag hat noch einmal unterstrichen, wie sehr der 1. FC Köln in den kommenden Wochen auf Erfolgserlebnisse angewiesen ist. Gelingt am Samstagabend beim Hamburger SV und anschließend im Derby gegen Borussia Mönchengladbach kein Umschwung, werden die Geißböcke die Länderspielpause in der Abstiegszone verbringen – der Vorsprung auf Platz 16 ist nach dem Sieg von Werder Bremen bei Union Berlin nicht mehr existent, nur noch das bessere Torverhältnis trennt den FC vom Relegationsrang (der GEISSBLOG berichtete).
Der Druck auf Lukas Kwasniok ist immens. Doch Thomas Kessler schickt seinen Trainer auch mit lobenden Worten in die entscheidenden Wochen, in denen der Job des 44-Jährigen auf dem Spiel stehen könnte. Nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund verließ der Sportchef das RheinEnergieStadion nicht nur mit Wut im Bauch, sondern auch mit der Erkenntnis, dass die Mannschaft Kwasniok nach wie vor folgt.
1. FC Köln setzt Kwasnioks Vorgaben um
Nach Abpfiff hob Kessler den Umgang des Trainers mit der schwierigen Situation zur Pause hervor. „Du bist 0:1 im Rückstand gegen eine Mannschaft, die eine extrem hohe Qualität hat. Du kannst nicht mit Pauken und Trompeten vorne draufgehen“, sagte der Ex-Torhüter und befand: „Der Trainer hat in der Halbzeit gute, auch emotionale Worte gefunden.“
Und zwar? Grob: „Er hat gesagt, dass wir eine Balance finden müssen, dass wir versuchen müssen, Standardsituationen herauszuholen und hinter die letzte Kette zu kommen. Die Jungs haben das in meinen Augen gut umgesetzt, auch wenn wir das 0:2 bekommen haben“, so Kessler, der auch nach dem zweiten Gegentreffer „in keiner Phase“ das Gefühl hatte, „dass wir nicht in der Lage sind, noch mal ranzukommen“.
Kwasniok selbst ging es ähnlich. „Ich hatte in der Halbzeitpause das Gefühl, dass wir etwas Besonderes schaffen können, nämlich den Dortmundern in Unterzahl zumindest noch einen Punkt abzunehmen“, erklärte der 44-Jährige seine emotionale Ansprache.
Kessler: „Wird uns für die nächsten Wochen was bringen“
Auch wenn es mit dem Punkt nichts wurde, wollte Kessler die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen nicht als gänzlichen Rückschlag werten. „Es gibt Niederlagen, da gehst du mit gesenktem Haupt nach Hause. Bei dieser Niederlage können die Jungs aber erhobenen Hauptes rausgehen.“ Für den Moment helfe das dem FC zwar nicht, doch: „Es wird uns für die nächsten Wochen etwas bringen, davon bin ich überzeugt.“
Dass sich der FC in Unterzahl gegen den Tabellenzweiten nicht aufgab, „aufopferungsvoll“ kämpfte und letztlich wohl nur ein ausgebliebener Elfmeterpfiff die erfolgreiche Aufholjagd gegen den BVB verhinderte, lässt Kessler „sehr positiv“ gestimmt in die wichtigen Spiele gegen den HSV und Gladbach gehen.








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