Doppel-Abschied im Sommer? Wagner muss erfahrenem Duo wehtun

Dominique Heintz stand nicht im Kader gegen Bremen. (Foto: Bucco)
Dominique Heintz stand nicht im Kader gegen Bremen. (Foto: Bucco)

René Wagner hat am Sonntag im Heimspiel des 1. FC Köln gegen Werder Bremen auf ein erfahrenes Duo im Kader verzichtet. Dominique Heintz und Florian Kainz mussten von der Tribüne aus zusehen.

Als um kurz vor halb drei am Sonntagnachmittag die Aufstellung des 1. FC Köln bekannt wurde, war klar: Gegen Werder Bremen würde René Wagner auf Dominique Heintz, Joel Schmied und Florian Kainz verzichten. Die beiden Innenverteidiger sowie der Ex-Kapitän der Geißböcke wurden vom Cheftrainer in dessen erstem Heimspiel aus dem Aufgebot gestrichen.

Die Entscheidung war mit Spannung erwartet worden, nachdem in den letzten Wochen bis auf die beiden langzeitverletzten Timo Hübers und Luca Kilian alle Spieler wieder von ihren Blessuren zurückgekehrt worden waren. So musste Wagner drei Spieler streichen, nachdem er bereits das Youngster-Trio Finn Schenten, Youssoupha Niang und Cenny Neumann in die U21 versetzt hatte.

So erklärt Wagner seine Entscheidungen

Weil Wagner mit Cenk Özkacar, Jahmai Simpson-Pusey und Rav van den Berg drei Innenverteidiger im Kader hatte und mit Viererkette spielen ließ, brauchte es auf der Bank keine weiteren zentralen Defensivsspieler. Zumal mit Rechtsverteidiger Sebastian Sebulonsen eine weitere Alternative für den Notfall verfügbar gewesen wäre. Im Mittelfeld wiederum hat Kainz schon lange, auch unter Vorgänger Lukas Kwasniok, einen schweren Stand.

Wagner erklärte vor der Partie am Mikrofon von DAZN zu Heintz und Kainz: „Ich habe es beiden schon die Tage gesagt, dass es nicht einfach wird, in den Kader zu kommen. Es gibt einen brutalen Konkurrenzkampf im Training. Jetzt muss ich schwere Entscheidungen treffen. Die beiden und Joel Schmied hat es heute getroffen.“

Wagner tuen Entscheidungen „unfassbar leid“

Wagner betonte, dass ihm die Entscheidung „unfassbar leid“ täte. Doch in seiner neuen Rolle muss er genau diese Entscheidungen treffen. Und sie dürften auch ein Fingerzeig auf die nächsten Wochen sowie auf den Sommer sein. Kainz hat bereits sein Karriereende verkündet. Auch Heintz‘ Vertrag läuft aus. Noch ist die Zukunft des 32-Jährige offen, doch eine Vertragsverlängerung bei den Geißböcken erscheint nahezu ausgeschlossen.

Schmied hingegen dürfte als einziger des Trios in den kommenden Wochen realistische Chancen auf viele Spielminuten haben. Der Schweizer hat sich nach einer langen Verletzungspause mühsam zurückgekämpft und hat weiterhin Aufholbedarf.

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