Der 1. FC Köln hat beim Debüt von René Wagner trotz eines zwischenzeitlichen 0:2-Rückstands einen wichtigen Punkt geholt. Wie bewerten der neue Trainer und die FC-Profis das 2:2 bei Eintracht Frankfurt? Wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt.
Aus Frankfurt berichtet Marc L. Merten
Jakub Kaminski
„Für die Mannschaft ist dieser Punkt sehr, sehr wichtig. Wir haben bis zum Ende gekämpft. Wir sind nach einem 0:2 in Frankfurt, obwohl wir nur noch 25 Minuten hatten, zurück ins Spiel gekommen und hätten am Ende sogar gewinnen können. Also Chapeau an die Mannschaft! In der ersten Halbzeit hätte ich zu 100 Prozent ein Tor schießen müssen, aber so ist Fußball – wenn ich jedes Tor schieße, hätte ich vielleicht 20 Tore. Am Ende war es wichtig, dass wir den Punkt hier in Frankfurt geholt haben. Wir haben auf dem Platz gefühlt, dass die Frankfurter nicht mehr so viel Power hatten. Wir hatten in den letzten 15 Minuten das Momentum. Ich hatte nur zwei Trainings mit ihm, aber wir kennen René. Wir haben noch sechs Spiele, sechs Finals. Wir müssen dafür kämpfen, in der Liga zu bleiben. Mit dieser Qualität, mit dieser tollen Mannschaft, diesem tollen Verein müssen wir alles geben. Der 1. FC Köln kann nicht in der 2. Bundesliga spielen.“
Marvin Schwäbe
„Es spricht für den Charakter der Mannschaft. Egal, ob wir 0:1 oder 0:2 hinten liegen, wir glauben weiter dran, spielen nach vorne und sind mutig. Wir haben es geschafft, auswärts in Frankfurt diesen Punkt mitzunehmen, was mit Sicherheit nicht einfach ist. Wir hatten echt einen guten Matchplan, den haben wir auch gut umgesetzt. Hier und da haben ein Quäntchen Glück und die Effizienz gefehlt, aber es hat schon sehr gut ausgesehen in der ersten Halbzeit. Die zwei Gegentore in der zweiten Hälfte haben wir zu einfach gekriegt, das müssen wir auf jeden Fall noch mal analysieren. Die Box-Verteidigung müssen wir ganz klar noch mal ansprechen. Aber wir konnten uns wieder auf unsere Einwechselspieler verlassen, die in Kooperation das Tor gemacht haben.“
René Wagner
„Es war eine Achterbahnfahrt – für mich, für die Truppe, für alle. Wir hätten in der ersten Halbzeit zwei, drei Situation besser ausspielen müssen. Frankfurt hat eine riesige Qualität im Eins-gegen-eins im letzten Drittel. Darüber müssen wir sprechen, aber ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Jeder hat heute gesehen, dass sie Charakter hat. Dass wir heute noch zwei Tore gemacht haben, war sehr wichtig. Wir sind sehr froh über den Punkt und nehmen ihn gerne mit.“
Albert Riera
„Sie nutzen den Torhüter mehr als wir, um mit langen Bällen zu agieren. Deshalb haben wir heute mit einem Mann mehr in der Defensive begonnen und darauf gewartet. Die ersten 20 Minuten waren die besten für uns, seit ich hier bin. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr riskiert und einen Mann nach vorne gezogen. Nach dem 2:0 haben wir aber aufgehört, Duelle zu gewinnen. So ist Köln wieder zurückgekommen.“








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!