Wagner über Stürmer-Ausfall: „Es gibt einen Spieler, der Raggy ersetzen kann“

René Wagner muss den verletzten Ragnar Ache ersetzen. (Foto: IMAGO / DeFodi)
René Wagner muss den verletzten Ragnar Ache ersetzen. (Foto: IMAGO / DeFodi)

René Wagner muss beim 1. FC Köln im Saison-Endspurt auf Ragnar Ache verzichten. Einen Eins-zu-eins-Ersatz hat der Trainer nicht in seinen Reihen. So plant der FC-Coach die Umstellung.

Während seine Teamkollegen am Mittwochvormittag im Franz-Kremer-Stadion unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainierten, schlich Ragnar Ache bereits davon. Der Angreifer hatte im Geißbockheim sein individuelles Reha-Programm absolviert und hatte sich anschließend in Richtung Waldparkplatz auf den Weg nach Hause gemacht. Dass der 27-Jährige an den verbleibenden vier Bundesliga-Spieltagen noch einmal zu einer Option für den 1. FC Köln wird, erscheint ausgeschlossen.

Entsprechend muss Trainer René Wagner nun eine Alternative zu seinem Zielspieler im Strafraum finden. „Er ist ein wichtiger Spieler für uns, vor allem in der zweiten Hälfte der Saison war er unglaublich. Wir müssen uns jetzt daran anpassen, aber es wird uns auf jeden Fall sehr fehlen“, hatte bereits Mitspieler Isak Johannesson am Mittwoch erklärt. Wie genau diese Anpassung aussehen soll, wollte Wagner zwei Tage vor dem rheinischen Duell mit Bayer 04 Leverkusen noch nicht genau erklären.

Das sagt Wagner vor dem Leverkusen-Duell

„Es gibt einen Spieler, der Raggy ersetzen kann“, sagte der FC-Trainer am Donnerstag, fügte dann aber hinzu: „Und das ist Raggy selbst.“ Einen klaren Eins-zu-eins-Ersatz für den kopfballstarken Mittelstürmer hat der FC nicht in seinen Reihen – das weiß auch Wagner. „Jetzt gilt es, die richtige Kombination zu finden, um das aufzufangen.“

Trotz des Ausfalls des erfolgreichsten Kölner Stürmers in der Rückrunde will Wagner jedoch nicht die komplette Spielidee ad acta legen. Vielmehr soll der lange Ball auch gegen Leverkusen ein probates Mittel bleiben. „Natürlich kann uns ein anderes Stürmerprofil zwischen den Linien ein anderes Spiel geben“, meinte der Coach. „Als Exit-Ball unter Druck ist der Ball aber weiter wichtig für uns. Wir haben Geschwindigkeit auf der Linie und deswegen werden wir den Ball weiterhin spielen.“

Waldschmidt gegen Leverkusen wohl eher wieder Joker

Luca Waldschmidt dürfte sich dabei gegen den rheinischen Rivalen trotz des Lobes von Wagner und seines Tores gegen St. Pauli nur geringe Chancen ausrechnen können, am Samstag zu starten. Zwar sei der 29-Jährige „immer eine Option zu starten“, wie Wagner erklärte. Dennoch brauche der FC viel Ballbesitz, um Waldschmidt richtig in Szene setzen zu können. Gegen Leverkusen ist das jedoch eher unwahrscheinlich: „Wir müssen schauen, ob wir gegen Leverkusen so oft den Ball haben werden, um ihn richtig einsetzen zu können.“ So könnte die Wahl am Ende wohl eher auf Marius Bülter fallen.

Fakt ist: Ache hatte in der Rückrunde sechs Tore und eine Vorlage erzielt – so viele wie kein anderer FC-Spieler in dieser Zeit. Zudem verloren die Kölner nur ein einziges Spiel (gegen den VfB Stuttgart), wenn Ache erfolgreich war. Nun wird der FC ohne den bulligen Mittelstürmer auskommen müssen. Gegen Leverkusen wartet am Samstag bereits die erste große Bewährungsprobe – auf die gesamte Mannschaft, wie auch auf den konkreten Ache-Ersatz.

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