Mark Uth hat seine Einsatzzeit am Freitagabend für den 1. FC Köln gegen die SpVgg Greuther Fürth fast verdoppelt. Der Angreifer wäre dabei beinahe zum Matchwinner gewonnen.
Gerade einmal 40 Minuten hatte Mark Uth in dieser Saison an den Spieltagen eins bis 28 auf dem Rasen in der 2. Bundesliga gestanden. 18 Spiele hatte der Angreifer einmal mehr verletzungsbedingt verpasst, drei Mal war er nicht zum Einsatz gekommen, obwohl er im Kader gestanden hatte. Davon zuletzt zwei Mal in Folge gegen Paderborn und Hertha BSC.
Am Freitagabend im Sportpark Ronhof wurde Uth schließlich bereits in der 62. Minute für Luca Waldschmidt eingewechselt. Inklusive der vierminütigen Nachspielzeit stand der 33-Jährige damit über eine halbe Stunde auf dem Platz – womit Uth seine Einsatzzeit in dieser Saison beinahe verdoppelt hat.
Uth hat Einsatz „gut überstanden“
„Was ich bisher weiß, ist, dass er es gut überstanden hat“, sagte Trainer Gerhard Struber nach der Partie über den Joker-Einsatz des so von Verletzungen geplagten Offensiv-Stars. Uth lief dabei knapp vier Kilometer, zog fünf Sprints an und hatte 23 Ballkontakte. Einer davon hätte nur Sekunden nach seiner Einwechslung sogar fast zum Torerfolg geführt.
Nach einem schnell ausgeführten Einwurf setzte Damion Downs seinen Sturm-Partner perfekt in Szene, Uth konnte aus halbrechter Position frei auf Nahuel Noll im Fürther Tor zulaufen. Statt das lange Eck anzuvisieren, was vermutlich die sicherere Variante gewesen wäre, scheiterte Uth jedoch im kurzen Eck am Keeper. Damit verpasste der Kölner den vermeintlichen Siegtreffer.
Struber: „Mark Uth kann einfach kicken“
„Aus meiner Sicht hat er eine Riesen-Chancen gehabt, die Führung herzustellen“, ärgerte sich Struber, freute sich aber, Uth wieder länger auf dem Platz gesehen zu haben. „Mark Uth kann einfach kicken, hat ein gutes Gefühl und kann mit dem Ball vieles bewerkstelligen.“ Tatsächlich war mit der Einwechslung von Uth noch einmal neuer Schwung in das Kölner Offensivspiel gekommen. Der Angreifer wurde schnell zum Dreh- und Angelpunkt und immer wieder von seinen Mitspielern gesucht.
Am Ende, als die Partie am Ronhof noch weiter an Struktur verlor und beide Teams ihre Visiere hochklappten, konnte jedoch auch Uth nicht mehr für Beruhigung beim FC sorgen. Nichtsdestotrotz sei der Einsatz „ein weiteres positives Signal, dass wir Jungs zurückbekommen, die matchfit und bereit für den Endspurt sind“, meinte Struber. „Mark hat es heute angedeutet.“ Und das zum ersten Mal in dieser Saison länger als nur wenige Minuten.








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