Luca Waldschmidt entwickelt sich seit einigen Wochen zum Topscorer. Das Formhoch des Offensivspielers könnte dem 1. FC Köln in der entscheidenden Saisonphase zugutekommen.
Lange Zeit war Luca Waldschmidts Saison von Schwankungen geprägt: Einige Partien verliefen vielversprechend, andere wiederum ließen zu wünschen übrig. Die fehlende Konstanz war das Hauptproblem. Doch zuletzt ist beim 28-jährigen Stürmer des 1. FC Köln ein klarer Trend erkennbar – und zwar nach oben. Seit fünf Partien hat sich Waldschmidt in der Startelf etabliert und zahlt das Vertrauen mit Leistung zurück.
In den vergangenen fünf Spielen war der Offensivakteur nicht nur konstant in der Anfangsformation, sondern auch effektiv: Drei Tore erzielte er, ein weiteres bereitete er vor. Damit war der „Topscorer“ an mehr als der Hälfte aller Treffer seines Teams in diesem Zeitraum direkt beteiligt. Sein letzter Treffer vor dem jüngsten Formhoch war gegen Ulm im Oktober.
Führungsfigur mit Verantwortung
Im Rückspiel traf er erneut und seitdem läuft es gut für den erfahrenen Spieler – ein mögliches Signal dafür, dass der Knoten endgültig geplatzt ist. „Ich fühle mich gut. Für mich ist wichtig, auf Spielzeit zu kommen, um in einen Rhythmus zu kommen. Dann weiß ich, was möglich ist und kann der Mannschaft helfen“, sagt Waldschmidt selbst über seine aktuelle Situation in einem Interview auf FC.de.
Doch es sind nicht nur die Zahlen, die für den 1,81 Meter großen Angreifer sprechen. Waldschmidt zeigt sich zunehmend als Führungspersönlichkeit auf dem Platz. Ein Beispiel ist der souverän verwandelte Elfmeter in Fürth. „Ich übernehme gerne Verantwortung, gehe voran und fühle mich gut in solchen Situationen“, sagt er und ergänzt: „Ich versuche meine Erfahrung ins Team einzubringen und äußere immer klar meine Meinung. Da trägt jeder Verantwortung.“
Das sagt Gerhard Struber
Auch Trainer Gerhard Struber lobt: „Er spielt auch seine sehr wichtige Rolle. Er ist technisch hochveranlagt und hat einen Impact mit seinen Scorerpunkten, die er realisiert hat. Er ist für uns eine Erfolgssäule, ein Erfolgsfaktor.“ Dabei gehe es nicht nur um Tore, sondern auch um Mut und Kreativität: „Er überrascht und verblüfft uns mit seiner Kreativität, das brauchen wir.“
Zur Wahrheit gehört dabei freilich auch, dass Waldschmidt in vielen Partien in dieser Saison auch hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist und dem Spiel nicht wie erhofft seinen Stempel aufdrücken konnte. In der finalen Phase der Saison jedoch scheint der Angreifer zumindest auf einem guten Weg – und es wäre für den FC von großer Bedeutung, wenn er diesen Trend fortsetzen könnte. Gerade im engen Aufstiegsrennen könnte seine aktuelle Form ein entscheidender Faktor werden.








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