FC sucht auf allen Positionen: Diese Spieler sind ablösefrei

Daouda Guindo spielte unter Gerhard Struber für RB Salzburg. (Foto: IMAGO / MIS)
Daouda Guindo spielte unter Gerhard Struber für RB Salzburg. (Foto: IMAGO / MIS)

Sollte der 1. FC Köln den Aufstieg in die Bundesliga perfekt machen, müssen die Geißböcke ihren Kader deutlich verändern. Der FC sucht praktisch auf allen Positionen nach Verstärkungen. Aber wer kommt infrage?

Der 1. FC Köln will im Saisonendspurt keine Personalien mehr kommentieren. Dass Marvin Obuz und Mathias Olesen den Club verlassen, ist bekannt. Dass Dejan Ljubicic pokert, ebenfalls. Doch zu keinem Gerücht gibt es derzeit eine Aussagen. Schon gar nicht zu möglichen Neuzugängen. Schließlich hängen viele Gespräche an der Ligazugehörigkeit.

Der FC hätte sich eine frühzeitige Planungssicherheit gewünscht. Nun aber muss sich Sportchef Christian Keller gedulden. Dabei weiß der 46-Jährige: Jede Woche ist kostbar, insbesondere im Kampf um vertragslose und damit ablösefreie Spieler. Wer im Schattenkader der Geißböcke steht, ist nicht bekannt. Aber wer wäre überhaupt verfügbar? Ein Blick auf eine mögliche Elf aus Spielern, deren Verträge im Sommer 2025 auslaufen.

Tor: Yvon Mvogo (FC Lorient)

Der FC hat sich noch nicht entschieden, ob Anthony Racioppi für 1,5 Millionen Euro fest verpflichtet werden soll. Eine Alternative mit Bundesliga-Erfahrung wäre Yvon Mvogo, früher bei RB Leipzig, inzwischen beim FC Lorient in der Ligue 2 in Frankreich. Der Schweizer war vier der letzten acht Jahre die Nummer zwei in seinem Club, seit 2022/23 ist er die Nummer eins in Lorient. Sein Vertrag läuft aus, die Zukunft des 30-Jährigen trotz des Aufstiegs von Lorient in die Ligue 1 noch offen. Marktwert: 3,0 Mio. Euro.

Rechtsverteidiger: Jonjoe Kenny (Hertha BSC)

Mit Jusuf Gazibegovic hat der FC im Winter einen Rechtsverteidiger verpflichtet. Doch weil Rasmus Carstensen nicht zurückkehren soll, Jan Thielmann auf diese Rolle keine Lust mehr hat und Justin von der Hitz noch nicht soweit ist, braucht der FC dringend eine Alternative. Bei Hertha BSC war Jonjoe Kenny einer der wenigen Konstanten der Saison, hat mit sieben Vorlagen seine Offensivstärke unter Beweis gestellt und verfügt auch schon über Bundesliga-Erfahrung. Der Vertrag des 28-Jährigen in Berlin läuft nach drei Jahren aus. Marktwert: 2,5 Mio. Euro.

Innenverteidiger: Bernardo (VfL Bochum)

Eigentlich sollte sich Bernardo schon mit Eintracht Frankfurt einig sein, doch die Adler sollen die Verhandlungen mit dem Innenverteidiger des VfL Bochum auf Eis gelegt und sich Jan-Carlo Simic vom RSC Anderlecht zugewandt haben. Auch der FC soll bei Bernardo angefragt haben. Könnte es also doch noch klappen? Der 29-Jährige ist einer der wenigen Säulen beim VfL, den Bochumern droht der Absturz in die Zweitklassigkeit. Beim FC würde man einen zweikampfstarken Verteidiger dazu gewinnen, überdies einen Linksfuß. Marktwert: 5,5 Mio. Euro.

Innenverteidiger: Jordan Torunarigha (KAA Gent)

Überhaupt sucht der FC nach einem zweiten Linksfuß neben Dominique Heintz in der Innenverteidigung. Da kommt Jordan Torunarigha ins Spiel. Der 27-Jährige war 2022 von Hertha BSC für drei Mio. Euro nach Gent gewechselt, wo er in dieser Saison Stammspieler war. Der 1,91 Meter große Abwehrhüne gilt nach 144 Pflichtspielen in Belgien als gereift und bereit für eine Bundesliga-Rückkehr. Marktwert: 4,5 Mio. Euro.

Linksverteidiger: Daouda Guindo (RB Salzburg)

Auf der Linksverteidiger-Position könnte sich je nach Zukunft von Leart Pacarada und Max Finkgräfe eine Lücke im FC-Kader auftun. Mats Köhlert vom SC Heerenveen wird immer wieder für einen Bundesliga-Wechsel in die Gerüchteküche geworfen, der 26-jährige Deutsche ist 4,0 Mio. Euro wert. Doch für den FC könnte Daouda Guindo interessanter werden. Der 22-Jährige aus Mali spielte 2023/24 unter Gerhard Struber für RB Salzburg, war nach einer Knie-OP unter dem heutigen FC-Trainer Stammspieler. In dieser Saison war er wieder von Verletzungen geplagt, sein Vertrag wird wohl nicht verlängert. Holt Struber ihn nun zum FC? Marktwert: 3,0 Mio. Euro.

Zentrales Mittelfeld: Davy van den Berg (PEC Zwolle)

Der Markt für ablösefreie Sechser ist in diesem Sommer überschaubar. Der FC sucht eher nach einem Box-to-Box-Spieler, der neben Eric Martel spielen könnte. Hertha BSC, Schalke 04 und der FC Basel haben einen Blick auf Davy van den Berg geworfen. Der 25-Jährige hat sich bei PEC Zwolle zum Kapitän und Fixpunkt im Mittelfeld gemausert. Nach drei Jahren will der Niederländer nun den Sprung wagen. Aber reicht es für die Bundesliga? Sein Marktwert liegt bei 2,0 Mio. Euro.

Offensives Mittelfeld: Timothy Tillman (Los Angeles FC)

Seit zwei Jahren lebt Timothy Tillmann in den USA den Traum zwischen der MLS und Hollywood. Der 26-Jährige wurde beim FC Bayern ausgebildet, gehört nun bei LAFC zum Stammpersonal. Doch sein Traum ist die Bundesliga, wie er vor Weihnachten 2024 erklärte. Sein Vertrag läuft am 31. Dezember 2025 aus, sein Marktwert liegt bei 2,5 Mio. Euro.

Rechtsaußen: Benjamin Nygren (FC Nordsjaelland)

Ein heißes Eisen auf dem internationalen Transfermarkt könnte Benjamin Nygren werden. Der 23-Jährige hat beim dänischen Superliga-Club schon 13 Saisontore und vier Vorlagen in 26 Spielen verzeichnet. Der Schwede ist offensiv praktisch überall einsetzbar, kommt am häufigsten über die rechte Seite, kann aber auch im Zentrum als zweite Spitze agieren. Damit ähnelt er auch dank seiner 1,88 Meter Tim Lemperle und Damion Downs. Sein Vertrag in Nordsjaelland, wo er mit Jacob Christensen zusammengespielt hat, endet am 31. Dezember 2025. Er wäre also erst im Winter ablösefrei. Marktwert: 3,0 Mio. Euro.

Linksaußen: Dereck Kutesa (Servette FC)

Dass der 1. FC Köln den Schweizer Markt genau im Blick hat, weiß man spätestens seit dem Interesse an Gregory Wüthrich und der Verpflichtung von Joel Schmied. Einer der Topscorer der Super League ist Dereck Kutesa aus Genf. Der 27-Jährige ist im linken Mittelfeld zuhause und hat in 38 Pflichtspielen 15 Tore erzielt (vier Assists). In den Vorsaisons zeichnete er sich mehr als Vorlagengeber aus, nun platzte bei ihm der Knoten im Abschluss. Kutesa wurde in Genf ausgebildet, spielte zwischendurch aber unter anderem auch in Belgien und Frankreich. Marktwert: 4,5 Mio. Euro.

Stürmer: Johannes Eggestein (FC St. Pauli)

In der vergangenen Saison schoss Johannes Eggestein den FC St. Pauli mit neun Toren und fünf Vorlagen in die Bundesliga. In dieser Spielzeit war der Angreifer lange Stammspieler und verlor erst im März seinen Platz, zu einer Zeit, da die Vertragsverhandlungen mit St. Pauli zu stocken begannen. Der 26-Jährige gilt als mannschaftsdienlicher Spieler, nicht schnell, aber sehr laufstark. Deshalb wünscht sich sein Trainer Alexander Blessin eigentlich eine Verlängerung, diese ist aber noch nicht durch. Sein Marktwert liegt bei 3,0 Mio. Euro.

Stürmer: Lukas Nmecha (VfL Wolfsburg)

In Wolfsburg müssen mit Kevin Behrens und Bartosz Bialek zwei Stürmer gehen. Der eine (Behrens) hat sich aber durch homophobe Äußerungen ins Abseits geschossen, der andere (Bialek) hat schon drei schwere Knieverletzungen hinter sich. Ein dritter Stürmer besitzt auch keinen Vertrag für die nächste Saison, seine Zukunft ist noch unklar: Lukas Nmecha hat auch schon viele Verletzungen hinter sich, keine 300 Spielminuten stehen in dieser Saison auf seinem Konto. Der 26-Jährige denkt über eine Luftveränderung nach. Sein Marktwert liegt bei 3,0 Mio. Euro.

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