Lust statt Last: Wie viele Veränderungen nimmt Struber vor?

Gerhard Struber im Kreis seiner Spieler. (Foto: Bucco)
Gerhard Struber im Kreis seiner Spieler. (Foto: Bucco)

Findet der 1. FC Köln zu der nötigen Leichtigkeit zurück, um den Aufstieg in die Bundesliga klar zu machen? Zuletzt wirkte die Truppe von Gerhard Struber gehemmt.

Der 1. FC Köln muss sich gedulden. Selbst im Fall eines Sieges gegen Jahn Regensburg hätte der FC den Aufstieg am 32. Spieltag noch nicht geschafft. Dennoch würde ein Dreier den Druck auf die Konkurrenz wieder erhöhen und dem FC einen Matchball für das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg am 33. Spieltag bescheren.

Da trifft es sich gut, dass Trainer Gerhard Struber am Samstag wieder fast den vollständigen Kader zur Verfügung haben wird. Insbesondere die Rückkehr von Linton Maina lässt hoffen. „Linton Maina ist nicht nur verfügbar, sondern wieder voll belastbar. Er ist am Wochenende ein wichtiger Kaderspieler für uns“, sagte Struber am Freitag.

Finkgräfe – und weitere Wechsel?

Leart Pacarada ist dagegen gesperrt. Den Linksverteidiger wird Max Finkgräfe ersetzen, wie Struber bereits ankündigte. Darüber hinaus dürfte die Partie für Jusuf Gazibegovic noch zu früh kommen, der erst am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining integriert wurde. Dennoch: Struber hat rechtzeitig zum Herzschlagfinale der 2. Bundesliga fast seinen vollständigen Kader wieder zur Verfügung.

„Regensburg wirft immer alles rein und hat sich in keinster Weise aufgegeben. Die kämpfen um das Überleben“, machte der Österreicher am Freitag klar. In dem Wissen, dass für den FC nichts anderes zählt als ein Dreier. „Es liegt vieles an uns, mit wie viel Energie wir ins Spiel gehen. Da habe ich ein großes Vertrauen, dass wir mit Volldampf einsteigen werden. Wir wollen ein Gesicht zeigen, das uns gerecht wird.“

Nicht so viel denken, sondern machen, was wir richtig gut können

Gerhard Struber

Das war in Hannover vor einer Woche nicht der Fall. Die große Enttäuschung nach dem 0:1 bei den Niedersachsen saß unter der Woche noch tief. Struber spürt, dass das ständige Auf und Ab auch den Nerven der Fans zehrt. Die Erwartungshaltung gegen den Tabellenletzten ist entsprechend hoch. Und so machte der 48-Jährige auch klar, was er von seinem Team ab 20.30 Uhr erwartet.

„Ich erwarte mir eine Reaktion. Wir waren selbstkritisch mit uns, dass uns das kein weiteres Mal passieren darf“, sagte Struber deutlich. „Wir wollen Wiedergutmachung betreiben, was unser Spiel, unsere Überzeugung, unseren Mut angeht.“ Dabei sei es wichtig, nicht an den Druck von außen zu denken, sondern zum Spaß am Spiel zurückzufinden. „Es ist nicht Last, sondern Lust – nicht so viel denken, sondern machen, was wir richtig gut können.“ Und das soll am Samstagabend wieder das erfolgreiche Fußballspielen sein.

So könnte der FC spielen: Schwäbe – Thielmann, Hübers, Heintz, Finkgräfe – Martel – Ljubicic, Waldschmidt, Huseinbasic – Downs, Lemperle

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