Der Abschied vom Rasen soll kein Abschied vom 1. FC Köln werden: Mark Uth, der zum Saisonende seine Fußballschuhe an den Nagel hängt, möchte den Geißböcken in anderer Funktion erhalten bleiben. Sein Wunsch für die Zukunft.
Mark Uth ist bestens aufgelegt. Als der GEISSBLOG den Mittelfeld-Star des 1. FC Köln am trainingsfreien Donnerstag zum Interview trifft, liegt kein Abschiedsschmerz in der Luft. Vielmehr ist dem 33-Jährigen vor dem sehr wahrscheinlich letzten Spiel seiner Karriere eine Mischung aus Vorfreude und positiver Anspannung anzumerken.
Gegen den 1. FC Kaiserslautern geht es für Uth vorrangig um den Aufstieg – nicht um das eigene Abtreten. „Es ist das wichtigste Spiel der Saison. Wir wollen unbedingt gewinnen, auch wenn uns ein Punkt reichen würde“, gibt der Routinier die Marschrichtung für dieses Herzschlagfinale vor.
Uth „zu 100 Prozent sicher“
Mit der vor zwei Wochen verkündeten Entscheidung, seine Karriere knapp 14 Jahre nach der erstmaligen Berufung in den Profi-Kader des 1. FC Köln zu beenden, ist Uth komplett im Reinen: „Ich bin mir zu 100 Prozent sicher. Ansonsten hätte ich es nicht gemacht. Ich habe immer Bock, Fußball zu spielen, aber ich glaube, es ist an der Zeit, aufzuhören.“
Mir ist ganz wichtig, dass der Verein in den nächsten Jahren konstant Bundesliga spielt. Wenn ich da irgendwie mithelfen kann, würde ich das gerne machen.
Mark Uth
Nach drei Saisons mit immer wiederkehrenden Verletzungssorgen – mit insgesamt nur 33 Einsätzen – ist es womöglich auch der Blick in die Zukunft, der Uth den Schlussstrich unter die aktive Laufbahn erleichtert. Denn geht es nach dem gebürtigen Porzer, wird er dem FC auch über das Saisonende hinaus erhalten bleiben. Dann natürlich in neuer Funktion.
„Mir ist ganz wichtig, dass der Verein in den nächsten Jahren konstant Bundesliga spielt. Wenn ich da irgendwie mithelfen kann, würde ich das gerne machen“, wünscht sich Uth und betont in diesem Zuge: „Für mich steht der Verein an erster Stelle.“ Weitere Jobs, ob das Familienunternehmen Uth Management, das sich Immobilieninvestitionen widmet, oder seine eigene Trainingsplattform Uthletix, stünden einer Aufgabe am Geißbockheim nicht im Wege.
Weitere Gespräche nach Saisonende
Bereits vor Wochen, als sein Karriereende noch keine beschlossene Sache war, hatte der Ex-Nationalspieler von „sehr guten Gesprächen“ mit dem inzwischen entlassenen Sportboss Christian Keller berichtet. Schon damals war eine Anschlussbeschäftigung ein Thema gewesen. Doch man habe die Gespräche „nicht zu Ende geführt“, so Uth nun nach Kellers Aus.
Nach dem Kaiserslautern-Spiel und dem hoffentlich geglückten Aufstieg sollte sich das ändern. „Aktuell sind andere Themen wichtiger, ich gehe davon aus, dass wir uns nach der Saison noch mal zusammensetzen“, sagt Uth, der sich dann mit seinem ehemaligen Mitspieler Thomas Kessler, der als Sportdirektor in der Verantwortung steht, über mögliche Aufgaben austauschen dürfte.

Was genau ihm vorschwebt, ob ein Job bei den Profis, im Nachwuchs, im Scouting, auf oder neben dem Platz, lässt der Publikumsliebling bewusst offen. Uth möchte helfen, wo er kann – am Sonntag, so die Hoffnung, ein letztes Mal auf dem Müngersdorfer Rasen.
Das Abschiedsinterview mit Mark Uth erscheint am Samstag beim GEISSBLOG. Uth spricht ausführlich über die Gründe für sein Karriereende, gibt Einblicke in seine Entscheidungsfindung. Zudem schaut er auf die prägendsten Momente und Personen seiner Laufbahn zurück.








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