Zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen ist erneut ein Transferstreit entbrannt. Wie der GEISSBLOG exklusiv erfuhr, hat der Werksclub ein 13-jähriges Toptalent der Geißböcke mit viel Geld abgeworben – und dessen Bruder gleich mit.
Es ist der nächste große Transferstreit zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen. Fünfeinhalb Jahre nach Florian Wirtz hat Bayer erneut im Nachwuchs der Geißböcke gewildert und nach GEISSBLOG-Informationen das Brüder-Paar Simone und Luca Cannizarro verpflichtet. Für den FC ein Schock, der hinter den Kulissen für mächtig Ärger sorgt.
Die beiden Söhne des ehemaligen FC-Spielers Massimo Cannizzaro gehörten zu den Toptalenten der Geißböcke. Der 16-jährige Simone hatte zuletzt beim FC in der U16 gespielt und war auch schon für die U17 zum Einsatz gekommen. Der Angreifer gilt als große Sturm-Hoffnung. Noch mehr aber stand der erst 13-jährige Luca im Mittelpunkt beim FC.
FC verliert erneut zwei Toptalente
Der U14-Spieler der Geißböcke, der eigentlich noch hätte U13 spielen können, war bereits vor zwei Jahren bei einem internationalen Turnier in Izmir/Türkei aufgefallen und von Beobachtern vor Ort als „Wunderkind“ tituliert worden. Als trickreicher Offensivspieler war er zum Spieler des Turniers gewählt worden. Ihm wird eine große Zukunft vorausgesagt.
Das Problem für den FC: Während Simone schon alt genug war, einen Vertrag beim FC zu unterzeichnen, sagten die Statuten des Deutschen Fußball-Bundes, dass es den Geißböcken bis dato untersagt war, mit dem jüngeren Cannizarro-Bruder einen Vertrag abzuschließen. Dies wäre erstmals im Herbst 2025 möglich gewesen. Doch nun ist es zu spät.
13-Jähriger wird zum großen Streitthema
Denn Bayer hat mit dem Vater der beiden Talente, Massimo Cannizarro, längst einen Deal geschlossen und die beiden Talente zum Werksclub gelockt. Beim FC ist man offiziell noch nicht darüber informiert, die beiden Transfers sind aber unter Dach und Fach. Deshalb soll es nach Informationen dieser Onlinezeitung am Rande des U19-Finals um die Deutsche Meisterschaft in der BayArena zwischen den beiden Delegationen der Clubs überaus frostig zugegangen sein.
Insbesondere das Abwerben eines 13-Jährigen soll den Geißböcken sauer aufgestoßen sein. Der ältere Simone hatte seinen ersten Vertrag beim FC nicht verlängern wollen, obwohl neben den Kölner Nachwuchs-Chefs auch Thomas Kessler an den Gesprächen teilgenommen haben soll. Dennoch war irgendwann absehbar, dass der 16-Jährige den Club verlassen würde. Dass Bayer aber in den für die Familie offenbar finanziell lukrativen Deal auch den jüngeren Bruder mit einschloss, sorgt beim FC für Entsetzen.
Der FC muss seine Strategie hinterfragen
Besonders brisant: Massimo Cannizarro ist nicht nur Ex-Profi, sondern inzwischen Spielerberater der Agentur Avantgarde von Robert Schneider und vertritt damit auch direkt seine beiden Söhne. Beim FC klagt man über einen unehrlichen Umgang durch den Berater ebenso wie durch die Leverkusener Seite. Allerdings dürfte dabei auch eine gehörige Portion Frust mitschwingen.
Denn klar ist: Wieder einmal verliert der FC zwei seiner größten Talente aus dem Nachwuchs ablösefrei. Wieder einmal gelang es dem FC nicht, diese Spieler langfristig zu binden. Bei allen Plänen, auf den Nachwuchs zu setzen, haben die Geißböcke wieder einmal das Nachsehen im Werben um Toptalente. Ein Manko, das auch zu einer Überprüfung der eigenen Strategie führen dürfte.







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