Die Zeichen stehen offenbar auf Neustart: Friedhelm Funkel bleibt wohl nicht Chefcoach des 1. FC Köln. Wobei noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist. Das ist die aktuelle Situation bei der Trainersuche der Geißböcke.
Beim 1. FC Köln werfen die nächsten personellen Entscheidungen ihre Schatten voraus. Einerseits ist davon auszugehen, dass Thomas Kessler im Laufe des Donnerstags offiziell in seinem Amt als Sportdirektor bestätigt wird – das hatte sich bereits abgezeichnet (der GEISSBLOG berichtete). Andererseits deutet sich auf der Trainerbank ein Neustart an.
Der nach dem Aus von Gerhard Struber zurückgeholte Friedhelm Funkel hatte sich nach dem Aufstieg überraschend offensiv und intensiv für einen Verbleib beworben. In den Vereinsgremien hatte es jedoch schnell Zweifel an einer Weiterbeschäftigung des 71-Jährigen gegeben (der GEISSBLOG berichtete). Inzwischen soll sich die Mehrheit gegen den Aufstiegscoach manifestiert haben.
Noch keine endgültige Funkel-Entscheidung
Eine Verpflichtung Funkels für die Bundesliga wird unwahrscheinlicher – wenngleich nach GEISSBLOG-Informationen noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist. Erst recht nicht wurde Funkel bereits mitgeteilt, dass man nicht weiter auf ihn setzen wird. Er zählt zu den Kandidaten, mit denen sich Kessler nach seiner offiziellen Beförderung austauschen wird. Nur befindet er sich dabei wohl nicht in der Pole Position. Zudem wird über eine andere Funkel-Rolle nachgedacht.
Zu den Alternativen, mit denen sich der FC beschäftigt, soll übereinstimmenden Berichten zufolge Urs Fischer gehören. Schon unmittelbar nach der Struber-Entlassung waren erste Gerüchte über den Schweizer aufgekommen. Damals hatte Kessler abgeblockt: „Wir haben jetzt andere Aufgaben vor der Brust, als irgendwelche Trainer zu diskutieren.“
Passt Fischer zum FC?
Fraglich ist, wie Fischer, dessen Name am Geißbockheim tatsächlich gefallen ist, zu dem beim FC gewünschten Offensiv-Fußball passen würde – oder ob die unter Ex-Sportboss Christian Keller implementierten Prinzipien nun wieder beiseitegeschoben werden. Grundsätzlich kann sich Fischer, der einst Union Berlin aus der 2. Bundesliga in die Champions League geführt hatte und seit November 2023 beschäftigungslos ist, eine Bundesliga-Rückkehr in diesem Sommer vorstellen.
Auch die in der 2. Liga mit Offensiv-Fußball erfolgreichen Christian Titz und Horst Steffen gelten als Kandidaten (der GEISSBLOG berichtete). Titz hat beim 1. FC Magdeburg seinen Wechselwunsch hinterlegt, seine Familie lebt in Nordrhein-Westfalen. Steffen wiederum widmet sich aktuell noch vollends der Relegation mit Elversberg gegen Heidenheim. Der ehemalige Gladbacher Nachwuchscoach wird auch bei der Borussia als Seoane-Ersatz gehandelt.
Kwasniok: „Gab konkreten Austausch“
Definitiv auf dem Markt und verfügbar ist Lukas Kwasniok. Nach seinem letzten Spiel beim SC Paderborn hatte er zwar angekündigt, womöglich eine längere Pause einlegen zu wollen. Der Neuen Westfälischen sagte Kwasniok nun allerdings: „Es gab den einen oder anderen konkreten Austausch und ein paar lose Anfragen. Jetzt müssen wir abwarten. Ich bin erst mal einige Tage weg, dann schaue ich weiter.“
Das klingt nach einer grundsätzlichen Bereitschaft und könnte zum Kölner Zeitplan passen. Zum einen kann Kessler erst vollends in die Gespräche gehen, wenn seine dauerhafte Beförderung offiziell ist. Zum anderen ist dem Vernehmen nach nicht mit einer Trainer-Entscheidung in den nächsten Tagen zu rechnen.








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